Ach ja... der 'Tannhäuser' (*schnüff*)...

Dieses Thema im Forum "Vorstellungsrunde" wurde erstellt von slawa, 31. Aug. 2006.

  1. slawa
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    slawa

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    Hallo allerseits

    nun bin ich eine Woche hier angemeldet, so'n bißchen 'was gepostet, und möchte doch ebenfalls ein paar klavier-, musikbezogene biografische Daten mitteilen.

    Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, kam ich durch Familie oder Nachbarschaft leider nie in den Genuss der 'Klassik'. Es gab auch keine MusikerInnen, die irgendwie tönende Samenkörner gesät hätten. So mit 18 begann ich dann auf eigene Faust, immer tiefer, in diese Welt einzutauchen (Dank an die CD-Industrie :lol: ).
    Durch Philosophie und Nietzsche fing es 'naturgemäß' mit Wagner an (dann Beethoven, Mahler, Strauss), also lange Zeit überwiegend Orchester und Oper. Die Tannhäuser-Ouvertüre war der eigentliche 'Aha'-Effekt gewesen. Ich war von ihr so begeistert, dass ich nach Gehör die ersten 2-3 Minuten (Pilgerchor) auf einem der beiden Manuale einer Heimorgel unbedingt imitieren musste (nachspielen wäre etwas übertrieben formuliert; immerhin stimmte von vornherein die Grundtonart).

    In die Klaviermusik speziell habe ich mich dann so vor nunmehr 9 Jahren verschossen. Dann wohnte ich vor 4 Jahren in einer WG, wo in meinem Zimmer bereits ein akustisches Klavier stand. Ziemlich schnell wurde ich das ziellose und sporadische Klimpern auf diesem satt und besorgte mir das... (bingo!) 1. Buch von HG Heumann ('schöntes Hobby'). Ich hatte das tatsächlich durchgenommen, bis zum Bachschen C-Dur Präludium.
    Nebenher faszinierte mich die 'Marcia funebre' aus Beethovens 12. (op.26, Satz III), und gerade weil dieses Stück seeehr getragen ist (ohne Arpeggios, sonstige Fingerbrechenden Läufen, usw.), habe ich das dann tatsächlich durchgearbeitet (Toller Einstieg, gelle, für einen Neuling, ein Stück mit sieben b's! 8) ...). Also hier wurde das ominöse 'Wo ein Wille ist,...' wirklich umgesetzt. Ich hatte das auch so fünfmal vor verschiedenen FreundInnen vorgetragen. Es ging selbstredend nie ohne 1-2 Mal Stocken, Vergreifen... Aber ich 'konnte' es tatsächlich, einigermaßen (Ludwig ist ja eh taub...). Parallel dazu auch mit dem Adagio aus Beethovens 3. (op.2,3 SatzII) angefangen, so die ersten zwei Seiten, aber dann stehen geblieben. Beide Sätze sind mittlerweile in den Souvenirs verpufft :cry:

    Nun habe ich seit über drei Jahren hier ein Casio AP38 stehen, wenig geübt, aber wollte mich wieder rantrauen.
    So. Vielleicht macht ja das eine oder andere Erlebnis Mut, nie aufzugeben und ein Stück durchzuziehen, seien die Erfolgsaussichten noch so gering.
    Es ist also... nie zu spät!

    Grüsse
     
  2. idefix312
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    idefix312

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    freut mich, dass dir deine liebe zur klaviermusik den weg hierher gezeigt hat :lol:
    also herzlich willkommen und viel spaß hier!