30 Jahre lange Pause

V

VictorKlimperer

Registriert
28.11.2025
Beiträge
5
Reaktionen
0
Hallo,
ich fange nach 30 Jahre langer Pause wieder mit dem Klavierspielen an. So Jedenfalls der Plan.
Einige Sachen kann ich heute tatsächlich teilweise noch spielen. Mir ist aufgefallen daß auch techchisch (für mich) schwierige Passagen heute noch sitzen obwohl ich sie seitdem niemals geübt habe Ob ich das gut spiele ist mal dahingestellt...
Ich frage mich daher, zu weichen Anteilen gutes Klavierspielen eine Gedächtnisleistung oder Fingermuskelleistung ist.
Grüße, Victor
 

Gedächtnisleistung oder Fingermuskelleistung
Die Fingermuskulatur hat vermutlich knapp 1 Prozent damit zu tun. Der Rest fällt in die Abteilung "Gehirn".

Deswegen finde ich die vielen Fragen nach Stärkung der Fingermuskeln witzig. Starke Fingermuskeln braucht man nur zum Fingerhakeln.

Meine Pause dauerte auch 30 Jahre. Auf dem alten Level war ich schnell. Hab' meine alten Noten 'rausgekramt und die durchgefingert und durchgespielt. Die alten Fähigkeiten waren noch da und die alten Fehler auch.

CW
 
Die Fingermuskulatur hat vermutlich knapp 1 Prozent damit zu tun. Der Rest fällt in die Abteilung "Gehirn".

Deswegen finde ich die vielen Fragen nach Stärkung der Fingermuskeln witzig. Starke Fingermuskeln braucht man nur zum Fingerhakeln.

Meine Pause dauerte auch 30 Jahre. Auf dem alten Level war ich schnell. Hab' meine alten Noten 'rausgekramt und die durchgefingert und durchgespielt. Die alten Fähigkeiten waren noch da und die alten Fehler auch.

CW
Ja. Die alten Fehler sind natürlich auch wieder drin. Aber das spricht ja für die Gehirn-Hypothese.
 
Die Fingermuskulatur hat vermutlich knapp 1 Prozent damit zu tun. Der Rest fällt in die Abteilung "Gehirn".

Deswegen finde ich die vielen Fragen nach Stärkung der Fingermuskeln witzig. Starke Fingermuskeln braucht man nur zum Fingerhakeln.

Meine Pause dauerte auch 30 Jahre. Auf dem alten Level war ich schnell. Hab' meine alten Noten 'rausgekramt und die durchgefingert und durchgespielt. Die alten Fähigkeiten waren noch da und die alten Fehler auch.

CW
Die Muskel-Beweglichkeit der Finger nimmt bei vielen mit dem Alter ab. Wenn sie gemeinsam mit dem Gehirn erhalten bleibt ist es ein großes Geschenk.
 
Von Muskelbeweglichkeit habe ich nichts geschrieben. Es war die Rede von Muskelkraft. Die braucht man nur zum Hin- und Herschieben des Klaviers.

Die Beweglichkeitsanforderungen beziehen sich wohl auf die Gelenke. Es dürfte jedem klar sein, dass eine massive Athrose Klavierspielen unmöglich machen kann.

CW
 
Unser Gehirn hat erstaunlich viele Zellen (knapp 90Mrd.) und noch erheblich mehr Verbindungen. Nach gegenwärtigem Stand wird wohl nur ein Bruchteil überhaupt aktiv genutzt. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass einmal gebildete Hardwarevernetzungen (genau das passiert ja beim effektiven Üben) nicht überschrieben werden, sondern über lange Zeit erhalten bleiben.
Die in der Kindheit und Jugend gebildeten Verbindungen scheinen höhere Konstanz zu haben, bei in fortgeschrittenen Alter gebildeten Verbindungen hängt die Stabilität von der Art und Weise des Erlernens ab, und nicht zuletzt von regelmäßigem Schlaf, wo ja die Vernetzungen geknüpft werden.
Das software-Gedächtnis dagegen sinkt mit der Zeit leider sukzessive ab, aber stabil gebildete hardware-Vernetzung bleibt vor allem im motorischen Bereich in der Regel - Demenz/Schlaganfälle natürlich ausgenommen - mit leichten Abstrichen bis ins hohe Alter erhalten. Daher können wir ja auch selbst nach jahrzehntelangem Automobilschaden immer noch spontan Fahrrad fahren, rückwärts rennen, usw.
Kurzum, beim Wiedereinstieg fängt man auch nach etlichen Jahrzehnten nicht bei Null an, sondern profitiert extrem vom früheren Aufbau pianistischer Fähigkeiten.
#JedemKindSeinInstrument
 
Kurzum, beim Wiedereinstieg fängt man auch nach etlichen Jahrzehnten nicht bei Null an, sondern profitiert extrem vom früheren Aufbau pianistischer Fähigkeiten.
#JedemKindSeinInstrument

Das war meine Vermutung bzw. Eigenbeobachtung. Anscheinend geht es auch anderen so. Es ist schon erstaunlich.

Die in der Kindheit und Jugend gebildeten Verbindungen scheinen höhere Konstanz zu haben, bei in fortgeschrittenen Alter gebildeten Verbindungen hängt die Stabilität von der Art und Weise des Erlernens ab,

Das scheint mir auch so zu sein.
Schade, daß die Jugendlernphase vorbei ist. :020:
 

Zurück
Oben Unten