Die Geschlechter in Kunst und Musik

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Der Spiegel ist da übrigens wieder sehr stark am zensieren. Hab da wieder einen Kommentar abgesondert, der innerhalb von Minuten 30 Likes hat und wurde anschließend natürlich wieder entfernt. Und nein, der Kommentar war nicht anstößig.

Das macht echt Angst! Bei Spiegel sieht man die Kommentare und Likes in Echtzeit reintrudeln und die werden erst nach Veröffentlichung moderiert.
 
...Wohl und Wehe eines Frederic/Frederike/*Chopin/innen/*Wettbewerbs hängt zwingend notwendig von der tiefschürfenden Diskussion des grammatischen Geschlechts samt seiner patriarchalischen Herrschaftsausübung ab!
 
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Letztens war eine auf WDR3 glaube ich, die vorgeschlagen hat, 50% von Frauen komponierte Musik in Konzerten etc. vorzuschreiben.
Dann würde man bei modernen Programmen wohl noch was finden, bei jedem romantischen Konzert die gleichen 5 Stücke von Fanny, Clara und 2-3 anderen spielen.
Interessant wird, was dann ein barockes Kammerorchester machen soll oder wie dann ein Chopinwettbewerb aussehen sollte.
 
Hach, wenn man nur eine Methode hätte, Dinge im Internet zu finden ...

Das brauchst Du mir nicht zu erzählen. Aber mach das mal auf einer Notebooktastatur ohne Nummernblock. Bei der Hampelei vergeht Dir der Spaß ganz schnell.

Wenn man nur in einer fremden Sprache unterwegs ist, ist der Weg über die Autokorrektur meist der angenehmere. Ansonsten gibt es noch so Dinge wie T2/T3-Tastaturen, die ich allerdings bei Notebooks bisher auch noch nicht gesehen habe.
 

Es ist doch erstaunlich, welches Maß an Erregung ein kleines Zeichen in einem Wort und die Bemühung um eine sprachliche Berücksichtigung von anderen Menschen als Männern so alles auslöst. Soziologisch ist doch evident, dass es hier darum geht, dass Männer ihre kulturelle Hegemonie (noch) nicht aufgeben wollen. So be it.
Ich könnte zu jedem Kommentar nochmal eine Erwiderung schreiben, aber habe dafür jetzt ehrlich gesagt auch keine Geduld mehr. Alles relevante habe ich oben ausführlich beschrieben, wer sich davon nicht überzeugen ließ, ist vielleicht sowieso nicht offenen Herzens an das Thema herangetreten. Das Ausweichen, Abwiegeln, Diffamieren spricht eine deutliche Sprache. Ich möchte hier abschließend kurz anmerken, dass übrigens niemand (!) tatsächlich inhaltlich auf die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema eingegangen ist. Das einzige was ich als Antwort gelesen habe war Meinung, Meinung, Meinung. Dieser Thread sollte schnellstmöglich sich wieder auf sein Ursprungsthema besinnen.


Es war ein Fehler dieses Fass hier aufzumachen. Entschuldigt bitte!

Schönen Abend allerseits.

Ps: An der Bürotür meines Chefs hängt ein Schild: "Without data, you're just another person with an opinion."
 
Soziologisch ist doch evident, dass es hier darum geht, dass Männer ihre kulturelle Hegemonie (noch) nicht aufgeben wollen. So be it.

Das ist totaler Blödsinn und eine Argumentation an der Sache vorbei. Finde dich einfach damit ab, dass viele Männer - und Frauen übrigens auch! - ihre gewachsene Sprache nicht wegen eines bestenfalls minimalen Effektes aufgeben wollen. Nutzen und Kollateralschaden stehen hier in einem eklatanten Missverhältnis.
 
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Soziologisch ist doch evident, dass es hier darum geht, dass Männer ihre kulturelle Hegemonie (noch) nicht aufgeben wollen.

Evident = es braucht keinen Beweis, unmittelbar einleuchtend

Ich möchte hier abschließend kurz anmerken, dass übrigens niemand (!) tatsächlich inhaltlich auf die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema eingegangen ist. Das einzige was ich als Antwort gelesen habe war Meinung, Meinung, Meinung.

Wenn ich das mit oben vergleiche, drängt sich mir auf, Du misst mit zweierlei Maß. :-)

Grüße
Häretiker
 
Ein Beispiel für eine völlige Fehlleitung des Gender-Deutschen ist die Wortwahl im folgenden Satz aus einem Text über das Mittelalter:

„Einzig Entdecker*innen, wie zum Beispiel Marco Polo, bringen Kunde von merkwürdigen, grauen, riesigen Tieren mit nach Europa.“*

Der ganze Text ist bereits relativ schwer lesbar durch die vielen Gender-Sternchen. Die politische Korrektheit schlägt jedoch beim zitierten Satz in historische Falschheit um, denn es sind keine Entdeckerinnen, sondern nur männliche Exemplare der Globetrottenden des Mittelalters bekannt. Gender-Sternchen führen dazu, dass das Gehirn teilweise ausgeschaltet wird und falsche Sachverhalte die Texte durchsetzen. Dem Einhalt zu gebieten sollte die Aufgabe eines jeden gebildeten Menschen sein.

Und nochmal: Mit Chauvinismus hat das überhaupt nichts zu tun. Wer möchte, dass seine Texte verstanden werden, tut gut daran, auf Sternchen zu verzichten.

Übrigens: Sterne gehören an den Himmel, an den Weihnachtsbaum, in Fußnoten oder auf die US-Flagge. Die Gewalt, die man ihnen im Gefängnis eines Textes antut, ist durch nichts zu rechtfertigen.

* Quelle: https://ze.tt/elefanten-im-mittelalter-wie-malt-man-ein-tier-das-man-zuvor-noch-nie-gesehen-hat/
 
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Soziologisch ist doch evident, dass es hier darum geht, dass Männer ihre kulturelle Hegemonie (noch) nicht aufgeben wollen.

Das ist eine wissenschaftlich nicht untermauerte Unterstellung. Auf Gegenargumente bist Du übrigens auch kein bisschen eingegangen.

Ich möchte hier abschließend kurz anmerken, dass übrigens niemand (!) tatsächlich inhaltlich auf die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema eingegangen ist.

Das liegt wohl schlicht daran, dass sie im Rahmen der Diskussion irrelevant sind. Denn wir diskutieren nicht über das Ziel (ich glaube, da besteht schon weitgehende Einigkeit), sondern den Weg, dorthin zu kommen.

Finde dich einfach damit ab, dass viele Männer (und Frauen übrigens auch!) ihre gewachsene Sprache nicht aufgeben wollen.

Das sehe ich persönlich gar nichts als Problem. Ich würde sogar eine quasi neue Sprache lernen und anwenden, wenn's denn hilft. Aber irgendwelche Krücken, bei denen sich Schriftsprache und gesprochene Sprache unterscheiden und die sich erst garnicht aussprechen lassen, ohne wieder mindestens eine Gruppe zu diskriminieren sind nicht nur sinnlos wie ein Kropf, sie sind sogar kontraproduktiv.
 
@LeVolVik du wolltest auf die einzelnen Punkte eingegangen sehen:

Du kannst jetzt natürlich nochmal 200 Jahre warten mit dem Argument, Gleichberechtigung wird sich schon irgendwann einstellen, sie stehe ja im GG. Das Ding ist aber, dass du es hier und jetzt ändern kannst. Deine Weigerung dazu ist dadurch eben - sorry - ein bewusstes Aufhalten der Gleichberechtigungsbewegung. Im Übrigen sind wir von einer realen Gleichberechtigung noch weit entfernt,

Gleichberechtigung kann es gar nicht geben. Es gibt Dinge, die biologisch einfach nicht beide Geschlechter betreffen. Ein Mann wird z.B. niemals seine Schwangerschaft abbrechen.
Und in Sachen Rechte gibt es wahrscheinlich für Frauen sogar mehr Vorteile als für Männer. Wenn einer der beiden Partner die Verhütung boykottiert, überlege mal, wer dann häufiger zahlen muss. Überlege auch mal, wer meist im Zweifel das Sorgerecht bekommt im Falle eines Streits. Alle Dinge, die mit Sorgerecht, Schwangerschaftsabbruch, Unterhalt und dergleichen zu tun haben, sind eigentlich im Zweifel vorteilhaft für die Frau geregelt.
Frauen werden dafür sicherlich gesellschaftlich häufig benachteiligt und das ist auch wichtig, etwas dagegen zu tun. Hier gibt es sicherlich zum Teil Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt und in manchen Kulturkreisen in besonders hohem Maße werden Freiheitsrechte von Frauen durch Familien massiv beschnitten, was seltsamerweise, obwohl es ein viel drastischeres Problem als irgendwelche Binnen-Is und Gendersternchen ist, von jungen Feministinnen kaum diskutiert wird.
Wenn ich mich aber nach bestandener Masterarbeit an meiner TU für eine Stelle bewerben werde, die nach Tarif garantiert gleich bezahlt wird, werde ich dort in nahezu jeder Stellenanzeige lesen, dass im bei gleicher Eignung Frauen bevorzugt werden. So einfach ist das also nicht.

- Mascaro, J. S., Rentscher, K. E., Hackett, P. D., Mehl, M. R., & Rilling, J. K. (2017). Child gender influences paternal behavior, language, and brain function. Behavioral Neuroscience, 131(3), 262–273.
Diese Studie zeigt, dass die Erziehung von Vätern gegenüber Töchtern recht deutlich von der Erziehung von Jungs abweicht. Gegenüber Töchtern wird eher eine vermeintlich zu Frauen passende Erziehung/Verhalten an den Tag gelegt; gegenüber Jungs eine vermeintlich zu Jungs passende. So viel zum Thema Geschlechterunterschiede sind biologisch und nicht anerzogen.

Wenn es anerzogene Unterschiede gibt - und die gibt es zweifellos, da muss man sich nur mal ansehen, wie die Rolle der Frau in Schweden ist und wie die in Afghanistan ist - ist es aber völlig falsch, daraus zu schließen, es gäbe keine biologischen Unterschiede. Spritz dir mal ordentlich Testosteron und dann sag mir, ob deine Stimmung sich ändert oder nicht. Den Einfluss der Hormone auf die Stimmung wirst du alle vier Wochen aber auch so spüren.

- Speed, Laura, und Asifa Majid. 2019. Linguistic features of fragrances: The role of grammatical gender and gender associations. Attention Perception & Psychophysics 81(1):1-15.
Die hier weisen nach, dass das grammatikalische Geschlecht eine starke Auswirkung auf die Wahrnehmung und Erinnerung von Gerüchen hat.

Gerüche haben mit Berufsbezeichnungen eher entfernt zu tun.

- Vervecken, Dries, und Bettina Hannover. 2015. Yes I can! Effects of gender fair job descriptions on children’s perceptions of job status, job difficulty, and vocational self-efficacy. Social Psychology 46:76-92.
Die Autorin resümiert: „Mit der systematischen Verwendung solcher Sprachformen - zum Beispiel durch Lehrkräfte und Ausbildende - kann also ein Beitrag dazu geleistet werden, mehr junge Leute für eine Karriere in diesen Berufen zu motivieren.“

Die Autorin möchte also Leute zu irgendetwas motivieren. Warum? Wozu soll man Leute motivieren, man kann sie auch selbst entscheiden lassen.
Ist doch völlig OK, wenn Frauen lieber Linguistik, Zahnmedizin und Biologie studieren und Männer lieber Physik, Maschinenbau und Informatik. Woher kommt die Annahme unter vielen Feministinnen/Neofeministinnen (die "alte Garde" um Schwarzer und co. leugnet eigentlich biologische Unterschiede nicht), die im Übrigen selten freiwillig Maschinenbau studieren, dass der bei Männern beliebtere Job automatisch der höhere ist?
Studien zeigen im Übrigen (ich finde die gerade nicht), dass in arabischen Ländern der Frauenanteil in MINT-Studiengängen höher ist als z.B. in Skandinavien. Läuft wohl gut da mit der Gleichberechtigung?
Grund dafür ist, dass MINT-Berufe neben Medizin und Jura meist prestigeträchtiger sind als z.B. Geisteswissenschaften und junge Frauen deshalb da mehr von der Familie dahin gedrängt werden, während in Schweden die jungen Frauen studieren, worauf sie Lust haben.
Du kommst auch aus der geisteswissenschaftlichen Ecke nehme ich an? Warum studierst du nicht/ hast nicht Physik, Mathematik, Maschinenbau, Informatik oder Elektrotechnik studiert?
Hat irgendjemand dich davon abgehalten? Ich höre von Frauen fast immer, dass die darauf keine Lust haben und von Männern, dass die da lieber mehr Frauen hätten.
Soll man dann deiner Meinung nach mit Sprache auch mehr Männer dazu bringen, Zahnmedizin oder Tiermedizin zu studieren oder ist es anders herum OK?

Leider entwickelt sich auch (ich kenne deine Quellen und deren Urheber nicht gut genug und möchte sie ausdrücklich nicht als so etwas diffamieren) eine Pseudowissenschaft a la Queer-Theorie, die als Wissenschaft verkauft wird, um irgendeine Weltanschauung zu propagieren. Dass alle sexuellen Vorlieben anerzogen seien, widerspricht allereinfachster Evolutionsbiologie. So schnell verschwinden Milliarden Jahre Evolution nicht aus dem Hirn.
 
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Finde dich einfach damit ab, dass viele Männer - und Frauen übrigens auch! - ihre gewachsene Sprache nicht wegen eines bestenfalls minimalen Effektes aufgeben wollen.

Hier ist eine davon.:chr03:
Ich finde dieses Sternchen schrecklich und bin eine vehemente Gegnerin davon.
Wenn man sich als Frau wirklich vom generischem Maskulinum diskreminiert fühlt hat, meiner sehr persönlichen Meinung nach, diejenige ganz andere grundsätzliche Probleme mit Männern.;-)

Gleichberechtigung fängt bei der Erziehung an und (ich hab es irgendwann schon mal geschrieben) da sind wir Frauen selber gefordert, denn noch sind wir es meistens, die den Hauptteil der Erziehung tragen. Solange wir Frauen unsere Kinder immer noch klischeehaft erziehen, brauchen wir uns nicht wundern, wenn manche noch ein verqueres Bild von der gesellschaftlichen Stellung der Frau haben.
 
@Albatros2016
Dickes Like für Teil 1.
Skepsis für den letzten Abschnitt. Das mit der Erziehung ist ein zweischneidiges Schwert. Meine Schwiegertöchter wissen die nichtklischeehafte Erziehung meiner Söhne etwas zu sehr zu schätzen.
Kehrseite der Medaille, so war es nicht gedacht.
 

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