4. und 5. Finger oft schwächer als die anderen Finger

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Hallo Rolf,

danke für die Antwort. Das war auch nur ein Beispiel, indem ich zeigen wollte, dass bei Stützfingerübungen es nicht immer sein muss, dass die zu stützenden Finger die Tasten ganz nach unten zum Tastenboden drücken müssen, sondern auch so geübt werden kann, dass die zu stützenden Finger nur auf den Tasten liegen und versucht wird, sie während der Übung dort liegen zu lassen bzw. die Tasten auch nicht runterdrücken, während die freien Finger ihre Übungen machen. Diese Übung ist sogar manchmal besser als die bekannte Stützfingerübung, wo die stützenden Finger die Tasten ganz nach unten drücken.

Übungen für den 4. und 5. Finger gibt es natürlich bessere und effizientere.

Wer sich mit dem 4. und 5. Finger noch unbeholfen anstrengt und Anfänger ist, da gebe ich ich Dir völlig Recht, sind diese Übungen natürlich noch nicht geeignet. Bei einem Anfängerschüler werde ich auch NICHT mit Stützfinger - Übungen anfangen. Das ist ganz klar!

da machen 4 und 5 eine Fingerübung, simultan üben 1, 2 und 3 eine Melodie
Meinst du so etwas, wo 4. und 5. Finger 16tel spielen und 1., 2. und 3. Finger gebundene Viertel spielen:
Solche Übungen habe ich früher schon gemacht, selbstverständlich auch mit linker Hand und durch alle Tonarten. Und muß zugeben, dass sie enorm viel brachten.

Was mich interessieren würde, du erwähntest, 1821. Von wem stammen diese Fingerübungen jetzt eigentlich genau?
 
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Übrigens gibt es da durchaus auch anatomische Unterschiede. Es gibt Menschen, die alle Finger komplett unabhängig voneinander bewegen können, Menschen, deren Sehnen für den 4. und 5. Finger zusammengewachsen sind und Menschen, bei denen das auch für den 3. und 4. Finger der Fall ist. Letzteren Hauptgewinn habe ich gezogen.:-D
 
Damit leben. Die Muskeln sind ja trotzdem unabhängig voneinander, auch wenn die unbeteiligten Finger immer mitgezogen werden. Bei vielen kommt es vor, daß ein Gegenimpuls an die Muskeln der unerwünschten Finger geht, um den Effekt abzuschwächen. Das ist unvorteilhaft und muß weggeübt werden.
 
Hallo lexel,

Übungen solcher Art zum Beispiel:
Die Übung geht weiter, indem man sie dann durch alle Tonarten transponiert. Auch die Viertelnoten können variiert werden, indem man zum Beispiel nicht "c,d,e,d" spielt, sondern zum Beispiel als nächste Übung "c,e,d,e" usw. spielt während 4. und 5. Finger weiterhin "g" und "a" dazu als 16-tel Noten spielen.
Auch können die 16-tel Noten der Außenfinger in der Übung rhythmisiert werden, zum Beispiel als punktierte Noten usw.

Oder einfach mal Stücke wie zum Beispiel Beethoven die letzte Variation des ersten Satzes aus op. 26 üben. :-) Es gibt es genügend Literatur, um seine Außenfinger zu verbessern.


Wenn dir diese Übungen noch zu schwer sind, da ich dein Niveau nicht kenne, gibt es auch leichtere Übungen, wie:

4. Finger nach unten drücken, die Tast gedrückt lassen und mit dem 5. Finger drei staccato Töne spielen.

Dann umgekehrt: 5. Finger nach unten drücken, die Tasten gedrückt lassen und mit dem 4. Finger drei staccato Töne spielen.

3. Finger nach unten drücken, gedrückt lassen und mit dem 4. Finger drei staccato Töne spielen und umgekehrt.

Diese Übungen sind zum Beispiel für Anfänger sehr gut.
 
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Hallo lexel,

Übungen solcher Art zum Beispiel!

Lieber Frederic Chopin,

solche Übungen, auch wenn sie nicht für Anfänger gedacht sind, bergen aus meiner Sicht die massive Gefahr von unerwünschten Spannungen und damit schlechtem Klang. Wenn der 3. Finger auf e liegt und 4 und 5 die Sechzehntel g -a... spielen, ist das besonders unbequem und ich verstehe den Sinn nicht. Der mögliche Schaden (unnütze Spannungen, isolierte Bewegungen ohne Beteiligung des Arms, Spreizungen der Hand statt ein Gefühl des Auseinanderfließens etc.) übertrifft m.E. den möglichen Nutzen. Wenn überhaupt, muss die Erarbeitung unter der Feder eines wirklich guten Lehrers erfolgen.

Eine Bachfuge trainiert das auch, benötigt aber gleichzeitig ein waches Ohr und gute Klangvorstellung neben großer Flexibilität von Hand und Arm. :)

Liebe Grüße

chiarina
 
Ja schön danke , die ist kein Problem.
Die Idee meines Themas war ja andere Ideen aufzuschnappen und mal aus zu probieren. Sich inspirieren zu lassen. Oft gibt es dann direkt oder indirekt einen neuen Input der einen weiter bringt. Diese Methode kennt offensichtlich noch nicht jeder, ist aber sehr effizient.

@chiarina danke dass du versuchst mich etwas zu schützen.
Aber technisch bin ich wohl ganz anderer Meinung als du und @hasenbein und das habe ich eigentlich schon durchklingen lassen. Weil eurer Ansicht nach geht es dann soweit dass man sagt die Finger liegen auf der Hand , die Hand auf dem Arm, der Arm auf dem Oberkörper und dieser wird von den Füßen getragen. Aslo muss ich die Füße bewegen um den Ton anzuschlagen :-) Etwas überspitzt formuliert aber Grund falsch einfach.

Der Klavierspielen hier unten spielt in perfekter Technik, habe da eine gute Lehrerin und lerne das genau so.
 
Es geht nicht um Meinung, es geht um Erfahrung und Wissen. Da haben Chiarina und Hasenbein dir mindestens 20.000 Stunden voraus.
 
Aslo muss ich die Füße bewegen um den Ton anzuschlagen :-) Etwas überspitzt formuliert aber Grund falsch einfach.

Die Füße haben bei mir tatsächlich einen starken Einfluss wie ich spiele. Wenn ich die Füße aufstelle, sodass nur die Zehen den Boden berühren spiele ich wesentlich schlechter, als wenn ich die Füße vollflächig "satt" und entspannt am Boden habe.
Das gibt "Erdung", Sicherheit und Entspannung.
Gottseidank habe ich die fehlerhafte Fussstellung bei mir bemerkt und eine richtige Fußhaltung geübt.

Man spielt mit dem gesamten Körper, ja sogar mit dem Raum und mit dem Publikum. Alles hat einen Einfluss.
 
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