Violinschlüssel und Bassschlüssel

  • Ersteller des Themas reymund
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Vorher kommt noch ein kg TNT rein, wenn dann die erste Taste gedrückt wird...............:party:
 
Das ist nicht anständig! Man muss gönnen können
 
Am Anfang habe ich tatsächlich die Stimmen einzeln geübt. Heute mache ich es oft umgedreht. Ich spiele erstmal beide Hände (und an der Orgel den Fuß) zusammen langsam an. Stelle Problemstellen fest und übe diese (ggf, wenn sinnvoll, einzeln). Wenn ich das ganze Stück dann spielen kann, spiele ich bewusst Einzelstimmen und einzelne Stimmkombinationen daraus (die Stimmverteilung wähle ich möglichst so, wie wenn ich alles spiele. Auch mal nur die beim Lesen meist vernachlässigten Mittelstimmen, die sich oft aus den verwendeten Akkorden ergeben. Das mache ich aber nur kurz vor der Aufführung um jeder Stimme sicher folgen zu können. Dadurch habe ich die Möglichkeit entwickelt, so ich mal in einer Stimme rausfliege, wenigstens den Rest einfach weiterzuführen.
 
So richtig doof ist es noch für mich wenn über viele Zeilen der Schlüssel wechselt. Ich muss dann oft den aktuellen suchen... Ist in der Russischen Klavierschule oft der Fall.

Das erinnert mich an meine Probestunde Anfang 2012. Russische Klavierschule, Nr. 57, Ukrainisches Volkslied, ich sollte die linke Hand spielen und beginne mit einem G. KL: „Was sehen Sie da vorne?“ „Ein G!“. „Und davor?“ „Ein Pausenzeichen!“. „Ja, und davor?“ „Die Taktangabe, Dreiachteltakt“. „Ja, und was sehen wir ganz vorne?“

Ups!

Schon in der Probestunde habe ich gelernt, dass man nicht einfach drauflos spielen, sondern sich erstmal die Noten richtig ansehen sollte. Und was da wie ein G aussieht ist ein e'.
:-D
 
leider kann ich mich aufgrund persönlicher Umstände momentan nicht sehr aktiv am Forum beteiligen.
Jetzt gerade habe ich etwas "Luft" und möchte meinen Senf dazu geben.
Falls ich Blödsinn schreiben sollte, möge man mich darauf aufmerksam machen.
Meine Erfahrung bezüglich "getrennt oder zusammen üben" ist diese:
wenn ich ein neues Stück direkt beidhändig beginne, habe ich den Eindruck, dass ich es dabei rhythmisch nicht so gut verinnerliche.
Vor allem, wenn es im Stück viele Offbeats und oder Synkopen gibt.
Da läufts dann bei mir innerlich häufig so ab, dass die Finger der einen Hand als "Rhythmus-Stütze/-Anhaltspunkt" für die Finger der jeweils anderen Hand fungieren.
Wenn also bspw. in der einen Hand gerade eine Synkope oder ein Ton auf einen Offbeat kommt, während in der anderen Hand die Töne ganz "normal" auf den Viertelschlag kommen, hangelt sich die "Offbeat-Hand" an der anderen entlang.
Der Taktgeber ist dann in gewisser Weise nicht, bzw. nicht nur, mein innerer Puls, sondern der Finger, der aktuell gerade den "On-Beat-Ton" spielt.
Wenn ich dann versuche, die Hände getrennt zu spielen, merke ich, wie extremen die zwei Hände voneinander abhängig sind. Selbst wenn ich das Stück beidhändig auswendig und evtl. sogar blind spielen kann, habe ich große Schwierigkeiten, die Hände getrennt zu spielen.
Wenn ich hingegen die zwei Hände getrennt übe, sitzt das Stück später beidhändig besser, vor allem was den Rhythmus anbelangt. Da fehlt mir dann vermutlich in gewisser Weise der "mechanische Puls" aus der Hand und ich muss mich mehr auf den Puls aus meinem Inneren konzentrieren und verlassen.
Geht es anderen vielleicht auch so?
 
Hallo Brennbaer, sofern Du auf der entsprechenden Stufe bist, würde ich Dir zum Erlernen größerer Unabhängigkeit der Hände zunächst einmal die zweistimmigen Inventionen von Bach empfehlen. Sofern Du sie noch nicht im Unterricht hattest, kannst Du das ja mal mit dem KL besprechen. Dazu gibt es dann auch Steigerungen...;-) Gruß!
 
Wenn ich dann versuche, die Hände getrennt zu spielen, merke ich, wie extremen die zwei Hände voneinander abhängig sind. Selbst wenn ich das Stück beidhändig auswendig und evtl. sogar blind spielen kann, habe ich große Schwierigkeiten, die Hände getrennt zu spielen.
Wenn ich hingegen die zwei Hände getrennt übe, sitzt das Stück später beidhändig besser, vor allem was den Rhythmus anbelangt. Da fehlt mir dann vermutlich in gewisser Weise der "mechanische Puls" aus der Hand und ich muss mich mehr auf den Puls aus meinem Inneren konzentrieren und verlassen.
Geht es anderen vielleicht auch so?
Kann ich bestätigen. Die eine Hand wartet dann irgendwie auf die andere und weiß selbst nicht so recht, was sie zu tun hat.

Ich finde deshalb ausführliches getrenntes Üben wichtig, bin aber damit hier im Forum auch schon auf heftigen Widerspruch gestoßen. :-D
 
@Stephan
danke für den Tipp,
leider bin ich ohne KL unterwegs. Was nicht heißt, dass ich nicht trotzdem die Inventionen in Angriff nehmen kann.

Allerdings kann ich mir jetzt nicht so richtig vorstellen, wie sie mir dabei helfen könnten, bei ausschließlich beidhändig in Angriff genommenen und geübten Stücken plötzlich die beiden Hände getrennt spielen zu können. Dafür müsste ich mir bei den Inventionen vermutlich auch erst mal beide Hände getrennt "draufschaffen".
Wenn ich ein Stück ausschließlich oder hauptsächlich beidhändig übe, verschmelzen beide Hände zwangsläufig zu einer Einheit.
Ich habe dann Schwierigkeiten, die jeweiligen Hände als eigenständige "Tonspuren" zu betrachten.

Falls Du mit Unabhängig das gleichzeitige Spiel der Hände meinst: damit habe ich (im Rahmen meiner Möglichkeiten) eher weniger Probleme.
 
Geht mir auch so, wobei mich das noch nicht dazu motiviert hat, getrennt zu üben.

Ich habe dann Schwierigkeiten, die jeweiligen Hände als eigenständige "Tonspuren" zu betrachten.
Genau das verlangen die Bachinventionen, denn die beinhalten zwei oder mehrere "Tonspuren". Die Schwierigkeit ist, jede einzelne Stimme herauszuspielen und ich kann mir gut vorstellen, dass der Lerneffekt dabei riesig ist.
Ich kann mich leider (noch) nicht dazu überwinden, weil ich diese Musik so gar nicht mag.
 
@Peter
das Problem ist, zumindest bei mir, dann aber, dass wenn man in der einen Hand einen Fehler reinhaut, die andere Hand blöderweise auch aus dem Konzept kommt. Wenn ich die Hände aber getrennt beherrsche, wirft mich ein Fehler in der einen Hand nicht mehr ganz so einfach auch noch aus der anderen
 
Bei den Inventionen geht es nicht um Hände sondern um Stimmen und die können auch von der rechten in die linke Hand und wieder zurück wandern. Genau das lernt man eben dabei: Das musikalische spielen unabhängig von den Händen sondern abhängig von der Stimmführung (denke ich mir so).
 

Genau das verlangen die Bachinventionen, denn die beinhalten zwei oder mehrere "Tonspuren". Die Schwierigkeit ist, jede einzelne Stimme herauszuspielen und ich kann mir gut vorstellen, dass der Lerneffekt dabei riesig ist.
trotzdem haben die beiden "Spuren" ja einen rhythmischen Bezug.
Wenn ich da die zwei Hände nicht getrennt einübe, bleiben sie, so vermute ich, auch bei den Inventionen stark abhängig voneinander.
 
Ich kann mich leider (noch) nicht dazu überwinden, weil ich diese Musik so gar nicht mag.
Es gibt ja andere einfachere Stücke, die sich zum Hände getrennt üben eigenen, mir fielen da spontan ein:

Schumann, Album für die Jugend op. 68 Nr. 1: Melodie
Burgmüller, leichte Etüden op. 100: Nr. 10: Zarte Blume

Von Clementi und Mozart gibt es sicher auch so einiges. ;-)
 
Ich will ja nicht getrennt üben. Wenn will ich Unabhängigkeit üben.
Aber eigentlich will ich gar nicht üben.
 
Wobei ich mich jetzt mehr auf das Problem von @brennbaer bezog, und nicht auf die Übefaulheit von @Peter. ;-)

Es gibt eben viel Material, das sich nur mäßig zum getrennten Üben der Hände eignet, und wenn man nur dieses übt, bleiben bestimmte Fähigkeiten entsprechend unterentwickelt.
 
Bei den Inventionen geht es nicht um Hände sondern um Stimmen und die können auch von der rechten in die linke Hand und wieder zurück wandern. Genau das lernt man eben dabei: Das musikalische spielen unabhängig von den Händen sondern abhängig von der Stimmführung (denke ich mir so).
Bei den dreistimmigen Inventionen mag das so sein.
 
Bei den zweistimmigen nicht? Auch da sind die Stimmen ja nicht an die Hände gebunden?
 
Da es nur zwei Stimmen gibt, wird das Aufteilen auf die Hände (wie viele waren es gleich?) und Durchhören ja wohl nicht soooo kompliziert sein wie bei einer fünfstimmigen Fuge zum Bleistift.
 

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