Erfahrungsaustausch Spätberufene

Da kommt mir die Idee: Vielleicht sollte ich mir überlegen, ihm vorzuschlagen, alle zwei Wochen eine Stunde oder 90 Minuten zu nehmen. Wobei 90 Minuten womöglich unrealistisch sind, weil ich schon die letzte Stunde an dem Tag habe und es dann für ihn ziemlich spät würde. Aber ich könnte zumindest mal fragen. Danke für Eure Antworten.
 
Da kommt mir die Idee: Vielleicht sollte ich mir überlegen, ihm vorzuschlagen, alle zwei Wochen eine Stunde oder 90 Minuten zu nehmen. Wobei 90 Minuten womöglich unrealistisch sind, weil ich schon die letzte Stunde an dem Tag habe und es dann für ihn ziemlich spät würde. Aber ich könnte zumindest mal fragen. Danke für Eure Antworten.

Kommt auch auf die Anzahl der Stücke und der Schwierigkeiten an. Mir waren 45 min /14 Tage zu wenig. Aber: ich habe einen 60 Min Rhythmus verinnerlicht, bei allem. Mit 4 Stücken blieb mir vorher eindeutig zu wenig Zeit. (Ich wurde hektisch).
Da ich ca 25 Jahre keinen Unterricht hatte, war es schwierig, mich selber bzgl der nötigen Zeit und möglichen Konzentration einzuschätzen.
Insofern: ich drück die Daumen, daß ein Aufstocken im 2-Wochenrhythmus klappt.

LG Barbara
 
Vier Stücke gleichzeitig, oha. Das schaffe ich nicht. Bei mir sind es aktuell maximal zwei zur gleichen Zeit. 45 Minuten sind schon knapp, das stimmt. Eigentlich wären 60 Minuten entspannter. Aber 90 Minuten wären auch für mich eine Herausforderung nach einem langen Arbeitstag. :-D
 
Beim Tanzen stelle ich schon immer fest, dass Menschen mit vielen Lebenserfahrung ausdrucksstärker tanzen können.
Aber am Klavier sind es ja "nur" Nuancen die ich verändere?

Was macht es denn dann eigentlich aus? Die Art wie man den Anschlag ausführt? Minimalste Verzögerungen? Kleine Tempi-Wechsel?
Man kann Bibliotheken damit füllen, wenn man die "Nuancen" beschreiben will, die das Tanzen, Singen, Dirigieren oder Spielen ausmachen. Ich weiß nicht, ob es die Lebenserfahrungen sind, die mehr Ausdruck in die Musik bringen. Aber zuerst kommt immer die ausgeprägte Fähigkeit, zu empfinden, dann die ebenso ausgeprägte Fähigkeit, das in Musik umzusetzen. In diesem Zusammenhang gefällt mir das spanische "duende", der Dämon, der einen vollkommen in Besitz nimmt. "tsunami" trifft es dann wahrscheinlich besser als "Nuancen".
 
Ich habe mal eine Frage an Euch. Hat jemand hier Klavierunterricht in einem 14-tägigen Rhythmus? Ich würde gerne von meinen wöchentlichen Stunden auf einen 14-tägigen Unterricht wechseln, aber mein Klavierlehrer sträubt sich. Organisatorischer Aufwand zu hoch und zu wenig Geld. Entweder soll man wöchentlichen Unterricht nehmen oder die teureren Einzelstunden. Hat jemand hier auch schon mal Probleme gehabt, innerhalb eines regulären Vertrages jede zweite Woche Unterricht zu bekommen?

Zunächst, ich habe keinen "regulären Vertrag", sondern frei ausgemachte Einzel"stunden", und diese meistens 14-tägig bis dreiwöchig. Ich persönlich finde diese Lösung ideal.

Die Unterrichtseinheiten dauern in der Regel 180 min oder länger, wenn ich länger brauche, um Stoff genug fürs korrekte Üben in den folgenden Wochen zu haben. Ich lass da auch nicht locker, wenn ich irgendwas nicht wirklich verstanden habe - am Ende des Unterrichts müssen alle bis dato aufgetretenen Fragen/Unsicherheiten geklärt sein. Das geht nicht in einer kürzeren Zeitspanne, jedenfalls nicht für mich. Ein kleines Päuschen wird natürlich zwischendrin eingelegt.

Das läuft in etwa so: Über ein neues Stück wird entschieden. Falls nötig (oft ist es nötig) bekomme ich einige Hinweise für die Überwindung der darin vorkommenden notorischen Klippen und Hakelstellen. Davon abgesehen bereite ich es in den darauffolgenden 2-3 Wochen eigenständig vor, analysiere es musikalisch, bearbeite es fingersatztechnisch und versuche es bis zum nächsten Mal auswendig zu lernen und flüssig durchspielen zu können. In der nächsten Unterrichtseinheit werden die dabei aufgetretenen Fragen/Schwierigkeiten besprochen, geeignete Lösungen entwickelt und harmonische Winkelzüge des Komponisten aufgearbeitet. ;-)

Es ist auch schon passiert, dass wir komplette Unterrichtseinheiten fast nur über die "Theorie" hinter der Praxis gesprochen haben, wenn das Stück harmonisch komplexer war/ist als meine musikalische Kenntnis zum aktuellen Zeitpunkt oder andere Spezialherausforderungen auftreten. Aber normalerweise geht es in den Unterrichtseinheiten vor allem um die musikalische Gestaltung. Das nächste Stück rückt überlappend nach, wenn das aktuelle ganz gut läuft. Zwei Stücke gleichzeitig ab ovo zu bearbeiten, finde ich schwierig, aber ich versuche es derzeit gerade mal wieder (wobei das eine das Schwerpunktstück ist und das andere "halt auch mitgeübt wird").

In einer Woche könnte ich es nicht schaffen, ein Stück zufriedenstellend vorzubereiten (bzw. voranzubringen). 14 Tage entspricht der Zeit, in der ich eine realistische Chance habe, das Stück angemessen zu erarbeiten, das zuvor Besprochene übetechnisch umzusetzen und "darüber hinaus" zu gehen, damit die kommende Unterrichtseinheit für beide Beteiligten sinnvoll ist. Schneller kann ich nicht, und der zwei- bis manchmal dreiwöchige Rhythmus entspricht genau meinen Bedürfnissen.*




* Phasenweise gab es aus bestimmten Gründen erhebliche Probleme bis "keine Chance", überhaupt einen Termin zu finden, aber das hat sich glücklicherweise wieder normalisiert. In dieser schwierigen Phase habe ich seinerzeit ein "Monsterstück" einstudiert, für das man sowieso Monate einplanen muss, und für eine mir rätselhafte Stelle musste ich erstmalig auch Rat im Forum suchen. :heilig: Grundsätzlich ist es mir aber wichtig, ein Stück möglichst selbständig zu erarbeiten.
 
Ich habe alle vierzehn Tage eine Doppelstunde, wobei wir die Termine so legen, dass es insgesamt pro Woche 45 Minuten sind. 90 Minuten sind eine gute Zeit, man muss nicht dauernd auf die Uhr gucken, ob man noch Zeit für die anderen Stücke hat. Übrigens kam der Vorschlag dazu von meiner Lehrerin, nicht von mir. Sie findet es so nämlich auch besser.
 
Inwieweit verändern einschneidende Lebensereignisse das Klavierspiel?
Ist es nur das eigene Gefühl das sich verändert, oder ist es tatsächlich auch für andere hörbar?
Und sind das tatsächlich Veränderungen die bleiben, oder verschwindet das wieder?

Sie bleiben!
Es ist für andere hörbar!

Beispiel 1:
Ende November 2016 war mein letzter Klavierunterricht. Keinen Unterricht mehr zu haben war für mich eine sehr einschneidende Erfahrung. Vor jedem Unterricht war ich bestmöglich vorbereitet. Als (inzwischen moderate) Perfektionistin wollte ich mir keine Blöße geben (mich wegen meiner Fehler möglichst nicht blamieren) und habe mich sehr unter (Leistungs-) Druck gesetzt. Die Monate ohne KL vergingen und ich wurde immer gelassener. Ich konnte ja spielen was ich wollte, machen was ich wollte und musste nichts für den Unterricht vorbereiten. Diese Gelassenheit konnten Freunde hören, denn mehrmals wurde mir gesagt, wie durchlässig, befreit und entspannt ich spiele (auch sichtbar) und wie schön es klingt.

Beispiel 2:
Im Juni ist meine Mutter von langem Leiden erlöst worden, ihre Intensivpflege hat mich über meine mentalen und körperlichen Grenzen gebracht (bitte keine Kommentare dazu). Kurz nach ihrem Tod verspürte ich plötzlich den Drang für einen Neuanfang, ich wollte ein neues Stück zu erarbeiten. Mit einem Präludium von Skrjabin habe ich mich so intensiv beschäftigt, dass ich es nach drei Tagen beidhändig spielen konnte – Rekord für mich. Denn es dauert meist recht lange bis ein Stück „sitzt“, weil die Finger oft nicht physisch nicht gehorchen. Besonders für dieses Präludium habe ich posititve Rückmeldungen bekommen, ein Freund hat vor Ergriffenheit feuchte Augen bekommen.

Beispiel 3:
Wie soll man ein Stück spielen, das keinerlei Informationen enthält außer der Tonart. Wie soll jemand dieses Stück spielen, wenn er nicht erfahren hat, was Traurigkeit ist? Skrjabin kannte sie wohl, er war 11, als er den Kanon komponiert hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe bei der neuen KL alle 14 Tage 60 Minuten, bei der alten Lehrerin waren es meistens 90 Minuten, jedoch hatte sie im Schnitt nur 1x/Monat Zeit. Fahre ich zu Blüte, nehme ich ebenfalls 90 Minuten, für mich eigentlich das Minimum, damit ich einigermaßen entspannt den Erklärungen folgen kann ohne ständig Angst zu haben, dass die Stunde gleich wieder vorbei ist. Ich werde die neue KL demnächst fragen, ob ab und zu auch 90 Minuten drin sind.

Ich finde den 14-tägigen bis dreiwöchigen Abstand für mich ideal, denn ich habe viel zu wenig Zeit für das Klavier um innerhalb nur einer Woche eine hörbare Verbesserung hinzubekommen. Auftauchende Fragen notiere ich mir, deren Beantwortung kann aber gern zwei Wochen warten, es gibt immer genügend weitere Baustellen, die der Bearbeitung bedürfen. Wären Geldbeutel und Zeitbudget größer, würde ich am liebsten mehrere Stunden hintereinander nehmen, denn ich brauche immer ein wenig um mich an das Instrument zu gewöhnen während ich mit der Ausdauer kein Problem habe. Der Unterricht ist immer viel zu schnell vorüber, egal wie lang er war.

Aber zu Deiner eigentlichen Frage @Nora : Einen festen Vertrag zu ändern kann schwierig sein, in Deinem Fall müsste der KL, sofern er keine Lücke haben möchte, eine zweite Person finden, die ebenfalls 14-tägigen Unterricht bevorzugt und zur gleichen Zeit kommen kann wie Du. Ich nehme Einzelstunden, die flexibel ausgemacht werden. Sie mögen etwas teurer sein als im Vertrag, dafür zahle ich aber nur, wenn ich komme. Im Endeffekt läuft es wohl auf eine ähnliche Jahressumme hinaus.
 
In letzten 4 Wochen fand ich nicht mal 30 Minuten Zeit für die Tasten. Ich hab deswegen voll schlechtes Gewissen, kann es aber leider nicht ändern.

Solch eine Phase hatte ich auch schon mal. Allerdings erst ein Mal in sieben Jahren. Ich habe mir da auch innerlich die Erlaubnis gegeben, in dieser Zeit kein Klavier zu spielen, habe aber gleichzeitig eine Perspektive für den Neubeginn festgelegt. Das hat mir etwas das schlechte Gewissen und den Druck genommen. Manchmal geht es halt nicht anders. Meine Woche ist ziemlich durchgetaktet, um Zeit zu gewinnen. Aber auch das Zeitmanagement hat seine Grenzen, wenn viele Interessen vorhanden sind. Und manchmal will man abends eben einfach auch nur noch extreme couching betreiben.:-D Mein Klavierlehrer hat jedenfalls nie einen großen Unterschied gehört, wenn ich mal einige Wochen nicht gespielt habe, weil ich im Urlaub war. Manchmal muss man sein Leben eben auch entschleunigen. Achtsamkeitstraining (entspringt der buddhistischen Lehre) hilft dabei. Der Grundgedanke: in dem Moment leben, in dem man sich befindet und nicht ein Ding tun und mit den Gedanken schon bei einem anderen sein. Man kann so lernen, sich auch in der Bewegung zu entspannen.
 
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Wie soll man ein Stück spielen, das keinerlei Informationen enthält außer der Tonart. Wie soll jemand dieses Stück spielen, wenn er nicht erfahren hat, was Traurigkeit ist? Skrjabin kannte sie wohl, er war 11, als er den Kanon komponiert hat.

Um zu erfahren, was Traurigkeit ist, muss man nicht persönlich von einem Trauerfall betroffen sein. Es genügen Fantasie und die Fähigkeit zur Empathie.

Und um das Gefühl von Trauer musikalisch zu kommunizieren (beispielsweise in dem Skrjabin-Kanon), ist die eigene "Ergriffenheit" während des Vortrags schon gar nicht hilfreich. Man darf ergriffen sein, wenn man ein Werk kennenlernt, aber diese Gefühl muss man als Interpret schnell beiseite schieben. Stattdessen sollte man mit klarem Verstand analysieren, welche Mittel der Komponist verwendet hat, um diese Stimmung zu erreichen und welche pianistischen Mittel nötig sind, um ein entsprechendes Gefühl beim Zuhörer zu evozieren. Ein Schauspieler, der von seinem eigenen Spiel ergriffen ist, ist unglaubwürdig und peinlich. Ein Musiker auch.
 
Zuletzt bearbeitet:

Um zu erfahren, was Traurigkeit ist, muss man nicht persönlich von einem Trauerfall betroffen sein. Es genügen Fantasie und die Fähigkeit zur Empathie.

Nein!

Ja, ja, Monet und die Seerosen.... Ich wusste, dass so etwas kommen würde.
:-D ;-)



Ein Schauspieler, der von seinem eigenen Spiel ergriffen ist, ist unglaubwürdig und peinlich. Ein Musiker auch.

Du hast anscheinend etwas falsch verstanden...

ein Freund hat vor Ergriffenheit feuchte Augen bekommen.
 
Meine Woche ist ziemlich durchgetaktet, um Zeit zu gewinnen. .... Achtsamkeitstraining (entspringt der buddhistischen Lehre) hilft dabei. Der Grundgedanke: in dem Moment leben, in dem man sich befindet und nicht ein Ding tun und mit den Gedanken schon bei einem anderen sein. Man kann so lernen, sich auch in der Bewegung zu entspannen.
Mit manchen Berufen kann man seine Tage leider nicht immer 100%ig im Voraus planen. Bei mir müssen die Tiere mitspielen, dass sie nicht krank werden, damit ich meinen Tag wie geplant habe, dementsprechend munter bleibe und dazu die Kraft finde nach dem -fast immer langen- Arbeitstag.

Es freut mich aber sehr, dass Du die Lösung für dich gefunden hast. :super:
 
Um zu erfahren, was Traurigkeit ist, muss man nicht persönlich von einem Trauerfall betroffen sein. Es genügen Fantasie und die Fähigkeit zur Empathie.

Und um das Gefühl von Trauer musikalisch zu kommunizieren (beispielsweise in dem Skrjabin-Kanon), ist die eigene "Ergriffenheit" während des Vortrags schon gar nicht hilfreich. Man darf ergriffen sein, wenn man ein Werk kennenlernt, aber diese Gefühl muss man als Interpret schnell beiseite schieben. Stattdessen sollte man mit klarem Verstand analysieren, welche Mittel der Komponist verwendet hat, um diese Stimmung zu erreichen und welche pianistischen Mittel nötig sind, um ein entsprechendes Gefühl beim Zuhörer zu evozieren. Ein Schauspieler, der von seinem eigenen Spiel ergriffen ist, ist unglaubwürdig und peinlich. Ein Musiker auch.

Ich habe auf deine Stellungnahme gewartet, mick, weil ich mich gefragt habe, wie ein sehr junger, oder auch ein älterer Musiker, dessen Leben eher "undramatisch" verläuft, verlaufen ist ( leider unglücklicher Ausdruck, aber vielleicht wisst ihr, wie ich es meine) diese Thematik sieht.

Es gibt so unglaublich gute junge Musiker, deren Vita ich allerdings nicht im Einzelnen kenne, dass ich der Überzeugung bin, dass die Fähigkeit meisterhaft ein Instrument zu spielen nicht von Lebenserfahrung und Erleben leid- oder freudvoller Ereignisse abhängig sein kann.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich nicht das Gefühl habe besser zu spielen oder schneller voranzukommen, wenn ich leide oder glücklich bin. Aber besonders in erstgenannten Situationen ist das Klavierspielen meine wichtigste Ressource.
 
Doch. Wenn man jede Erfahrung persönlich gemacht haben muss, die man als Künstler seinem Publikum vermitteln will, dann könnte ja niemand "E lucevan le stelle" singen, der nicht selbst schon einmal gefoltert und in die Todeszelle gesteckt wurde. :-)

Ein Mitreißen von den eigenen Songs finde ich gerade im Rock-Bereich extrem wichtig. Sowohl als Musiker als auch als Zuhörer.
Ein Mitreißen in dem Sinne, dass man die Selbstkontrolle verliert, ist mit Sicherheit auch im Rock-Bereich falsch. Man fühlt sich dann vielleicht toll - aber die Wirkung auf das Publikum ist eine ganz andere als die eigene Selbstwahrnehmung.

Natürlich muss man sich als Interpret der Musik und ihren Affekten öffnen, sonst wirkt ein Vortrag seelenlos. Aber man muss jederzeit wissen, was man tut und Herr seiner eigenen Gefühle bleiben. Alles andere wäre dilettantisch.
 

Auch das ist doch kein spontanes Sich-gehen-lassen! Es soll natürlich so wirken - aber das Ganze wurde doch vorher geplant und dann professionell als Showelement umgesetzt. Oder glaubst du, dem ist die Idee zu dem Act während der Vorstellung gekommen - und ganz zufällig hatte er auch noch Streichhölzer und Feuerzeugbenzin in der Hosentasche?
 
Auch das ist doch kein spontanes Sich-gehen-lassen!
Das hat auch niemand behauptet!

zufällig hatte er auch noch Streichhölzer und Feuerzeugbenzin in der Hosentasche?
Wenn man die Zeit bedenkt würde ich das nicht ausschließen ;-)

... Niemand hat vom Verlieren der Selbstkontrolle geredet, sondern von Ergreifen und das ist etwas ganz anderes.
 
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich nicht das Gefühl habe besser zu spielen oder schneller voranzukommen, wenn ich leide oder glücklich bin. Aber besonders in erstgenannten Situationen ist das Klavierspielen meine wichtigste Ressource.

Genau! In diesen Momenten spielt man nicht vor Publikum..nicht zu vergleichen mit dem Künstler auf der Bühne.
Wenn man sich den Abstand erarbeitet hat, wie auch immer, manchmal hilft nur die Zeit, DANN wird die Situation zu einem "Fundus".
Von "reinsteigern" und "sich fallen lassen" ist in dem Fall überhaupt nicht die Rede.
Beneidenswert, wer das Talent und die Fähigkeit hat, einem Publikum diese Tiefe auch so zu vermitteln. Fehlendes Talent kann auch die Lebenserfahrung nicht ersetzen.

LG Barbara
 

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