50er Jahre Klavier

Mal sehen ob sich noch unser Haus- und Hofdesigner dazu ausläßt?:konfus:
Meinst Du mich? Sorry , der passt nicht! Jedenfalls nicht stilistisch. Ich habe Deinen Flügel jetzt nur noch vage in Erinnerung, aber der hatte doch recht filigranes, drahtartiges Eisen? Das war so eher 60er. Der Hocker jetzt ist Neo-Seventies. Solche Colani-A...-Formen waren damals rein technisch gar nicht möglich, würde ich meinen. DIE Überlegung war richtig:
oder einen zeitgenössischen Hocker mit dünnen Drahtbeinen, der zur Lyra passt.
ICH würde mir von einem Schlosser so einen Hocker bauen und wunschgemäß in Eisdielenfarben polstern lassen. Natürlich Kunstleder!!!! ;-) Und unbedingt auf eine kontrastierende Paspelierung achten !!!
 
Das mit der UV Lampe würde mich auch interessieren. Ich mag eigentlich nicht schleifen und wieder polieren. Die Tasten sind nur ganz minimal teilweise etwas gelblich und sonst perfekt.
Eine Winde hätte ich auch noch, aber der Flügel steht bei mir in der Eingangshalle, da mag ich sie nicht an die Decke hängen.
 
Mensch, Jört, sach nur diese Geizhälse haben die passende Bank nicht mitgegeben? Ich mein, dass die bunten Fenster im Haus bleiben mussten sieht man ja ein, aber das stand doch hinten so 'ne weiße Bank auf dem Foto? Ich dachte, die gehört dazu :denken:
 
Ich rudere SOFORT zurück, jetzt, wo ich das Bild sehe.

Eigentlich wollte ich was in der Art der Bank, die auf dem Foto im Hintergrund steht.
Die Bank dahinter ist das einzig Richtige!!!! Und der Flügel ist viel edler, als ich ihn in Erinnerung hatte! Also darf die Bank gerne auch cremefarbenes Leder haben. Weshalb soll sie verstellbar sein? Falls ja - ich denke man wird bei den großen Namen auch eine Mechanik kaufen können.

Ich denke, das Design des Flügels ist sehr sensibel, da es nicht 100%-ig durchgängig ist. Mit der Bank im Hintergrund wird der Flügel sehr aufgewertet, da die geradlinigen Bauhaus-Elemente betont werden. Stahlrohr "zieht ihn" in die Eisdielen Ecke. Der "Colani-A...-Hocker passt jedoch KEINESFALLS! Da wäre das noch die bessere Lösung >>> http://www.session.de/BURGHARDT-Kla...ogleShopping&gclid=CITUs9mkwcICFcoBwwodb20A5Q
 
Zuletzt bearbeitet:
Lass ihn Dir bauen. Ist ja so schlicht und einfach, da kostet der Schreiner nicht viel. Und es wäre wirklich wichtig, dass dann die Beindimensionen und die Polsterauflage auf die Dimensionen am Flügel abgestimmt sind. M.E. wird der F. mit der richtigen Bank um 2-3 K aufgewertet!
 
Du restaurierst den Flügel in der Eingangshalle? :super:

Wohnt deine Frau auch da, oder ist sie schon geflohen? :coolguy:
Tja, flöööt. ;-)

Beim dritten Flügel im Haus muss man eben sehen wo noch Platz ist.
Der Eingangsbereich ist aber 5m hoch und mir gefällts eigentlich...

So viel mach ich da aber gar nicht, die Mechanik ist im Keller in der Werkstatt. Der Flügel ist ohne Saiten, komplett gereinigt und sieht innen aus wie neu.
Neue Hammerköpfe, Stiele, Röllchen sind bei Abel bestellt. Basssaiten bestelle ich noch bei Heller.
Blanksaiten wollte ich eigentlich Paulello Hybridbezug, überlege aber noch ob ich die Mensur neu berechnen lasse.
 
De nada, bei DEM Flügel war das eine Pflicht und Freude! Zumal ja, eine fast perfekte Bank im Hintergrund stand ;-)
 
Das mit der UV Lampe würde mich auch interessieren. Ich mag eigentlich nicht schleifen und wieder polieren.

Da wirst du aber nicht drum herum kommen. Erst schleifen, dann mit Wasserstoffperoxyd bleichen, Dazu brauchst du auch keine UV-Lampe, Sonnenlicht reicht. Dann wieder schleifen und abschließend polieren. Nur bleichen ohne schleifen wird nix.
 

Da wirst du aber nicht drum herum kommen. Erst schleifen, dann mit Wasserstoffperoxyd bleichen, Dazu brauchst du auch keine UV-Lampe, Sonnenlicht reicht. Dann wieder schleifen und abschließend polieren. Nur bleichen ohne schleifen wird nix.

Ich habe heute die Wintersonne genutzt und die Tasten mit Wasserstoffperoxyd behandelt. Hat bestens ohne Schleifen funktioniert. Nach ein paar Stunden waren die Tasten perfekt. Ich habe probeweise eine geschliffen um den Unterschied zu sehen. Da war keiner... :coolguy:
 
Ich habe probeweise eine geschliffen um den Unterschied zu sehen. Da war keiner.

Schleifen muss man aus mehreren Gründen:

1.) damit man wieder eine gerade Oberfläche bekommt, da Elfenbeintasten in der Regel mittig abgespielter sind als am Rand.

2.) um den vorhandenen Schmutz zu entfernen.

3.) um die alte Politur zu entfernen und damit die Effektivität des Bleichmittels zu erhöhen.

Wenn du keinen Unterschied feststellen konntest, hast du Glück gehabt, dass die Tasten weder schmutzig noch poliert waren.

Nachdem man gebleicht hat, sollte man auf jeden Fall schleifen, um die Bleichmittelreste zu entfernen und eine gleichmäßige Oberfläche zu bekommen. Wenn man keine polierte Oberfläche haben möchte, kann man sich das anschließende Polieren auch sparen. Aber dadurch wird die Oberfläche natürlich anfälliger für Schmutz und Handschweiß.
 
Wenn die Oberfläche eben ist, keine Verschmutzung da ist, warum sollte man dann Material abtragen? Und was soll vom H2O2 nach ein paar Stunden Sonnenlicht und abwischen denn groß übrig bleiben?
 
Gefährlich, Diwasserstoffmonoxid, zuviel davon in der Lunge ist ziemlich ungesund.:blöd:
 
Wenn die Oberfläche eben ist, keine Verschmutzung da ist, warum sollte man dann Material abtragen?

Weil sonst eine fiese rauhe Haptik bleibt.

Ich denke, man sollte anschließend auf jeden Fall polieren, damit die Poren geschlossen sind und somit einen Schutz bieten. Wenn einem das zu glatt ist, kann man ja immer noch mit Stahlwolle drüber gehen.

Edit:
Ups, falsch zitiert. Die rauhe Haptik bezieht sich darauf, dass man auf jeden Fall nach dem Bleichen schleifen und polieren sollte.
 
Was nimmst Du da für ein Poliermittel?
 
Das nächste Kapitel:

Wie ich im ICH- Faden schon angedeutet hatte, habe ich mal wieder was angestellt.

Angeregt durch einen weiteren Faden, in dem es mal wieder darum ging, ob man in Kleinanzeigen oder gar ebay Auktionen günstig auch gute Klaviere finden kann, ob das reine Glückssache wäre oder es da eh nur Schrott gäbe, dachte ich mir, es wäre mal Zeit den Schwierigkeitsgrad weiter zu erhöhen und nach den Hundertjährigen zu gucken.

Praktischerweise gab es da auch gleich eine passende, interessante Auktion.

Ein altes Klavier, braun, wie hundert andere, auf dem aber ein guter Name stand.

Auch das ist noch nichts besonderes, allerdings hat diese Foto mich aufmerksam gemacht:
Den Anhang 7857 betrachten

Wieso?

Klar, da steht Bechstein, das ist schonmal nicht schlecht.

Aber was mich neugierig gemacht hat, ist, daß es auf dem Foto fast wie neu aussieht.
Kein Rost, keine Korrosion und die Schlitze der Schrauben am Klavierband sind ordentlich in einer Richtung.
Ich dachte an eine relativ frische und gewissenhafte Überholung.
(bei, sagen wir mal, industriellen Überholungen sieht man da gerne mal Kreuzschlitzschrauben, die es damals noch nicht bei uns gab)
Die anderen Fotos in der Auktion zeigten nur ein braunes Klavier mit vergilbten Elfenbeintasten.

Ich ließ mir vom Verkäufer weitere Bilder vom offenen Klavier mailen, die er nicht in der Anzeige gezeigt hatte.

Darauf erkannte man einen Resonanzboden, der keine Risse zeigte, eine ziemlich saubere und ordentlich stehende Mechanik, sowie einen Stimmstock ohne Risse im Furnier.

Hier ein Beispiel:
https://www.dropbox.com/s/7njaeo1rt6rnztr/Bechstein 101.JPG?dl=0

Ich habe also mitgeboten und gewonnen, der Zweitbietende war mal wieder ein Händler.

Gestern habe ich es geholt.

Praktischerweise konnte ich das selbst, da es sich barrierefrei aus dem Schloß herausrollen ließ und mir 2 kräftige Herren halfen, es in den Hänger zu laden.


Fortsetzung folgt......
richtig spannend so was gefällt mir, zack zack!:super:
 
der Zweitbietende war mal wieder ein Händler.

Die Profis haben das Instrument auch ohne Bilder vom Innenleben sofort anhand des fehlenden Notenpultes in der Klappe und der 85 Tasten als Modell "10" erkannt, ein geradsaitiges Instrument, das uns kaum jemand mehr abkauft.
:cry:

Eigentlich schade, denn diese Instrumente sind nicht schlecht, sehr zierlich (wenig tief), haben aber einen dünneren, knorzigeren Klang, den man mögen muss.

Wir haben vor etwa 5 Jahren den Bruder dieses Instrumentes gemacht, unserer hatte zusätzlich zum ausklappbaren englischen Notenpult ein normales in der Klappe.

Man beachte die Schlitzschraube.
;-)


Liebe Grüße aus dem sonnigen Odenwald, wo von der Sonnenfinsternis noch nicht viel zu merken ist,

Thilo

Der Klavierladen
 

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