Viele Jahrhunderte wurde Musik nicht aufgeschrieben, sondern nur mündlich weitergegeben. Im Kulturkreis des Abendlandes waren es wahrscheinlich Mönche, die im 4. Jahrhundert n.u.Z. damit begannen, Musik auf Papier zu übertragen. Diese erste Notierung der Musik diente den Mönchen dazu, die Höhe der Töne zu erkennen, die sie singen mussten. Im Mittelalter entwickelten sich die sog. Neumen.

Diese aus Strichen und Punkten bestehenden Zeichen, wurde oft einfach nur über den zu singenden Text geschrieben, wodurch zu erkennen war, ob ein Ton stieg oder fiel. Da man aber nicht genau sagen konnte, wie groß die Tonhöhenveränderung war, vermittelte dieses einfache System nur eine grobe Vorstellung des Melodieverlaufs. Deshalb wurden Notenlinien eingeführt.
Durch eine, zwei oder sogar drei Notenlinien gab es nun Bezugspunkte, an denen sich die Musiker und Sänger besser orientieren konnten. In den folgenden Jahrhunderten wurde dieses Prinzip stetig erweitert und weiterentwickelt. Besonders die Gregorianischen Choräle erforderten eine präzise schriftliche Darstellung der Musik.
Die Art der Notierung, wie wir sie kennen, entstand in der Zeit der Renaissance. Doch erst durch eine neue Stimmmethode im 18. Jahrhundert und der darauf folgenden Komposition des Zyklus “Das wohltemperierte Klavier” von Johann Sebastian Bach, gilt die die Entwicklung der Notation als abgeschlossen.
Wissen: Das “wohltemperierte Klavier” ist eine Sammlung von 24 Präludien und 24 Fugen, die J.S. Bach zwischen 1722 und 1744 komponierte. Das Werk trug den Nebentitel: “…oder Praeludia, und Fugen durch alle Tone und Semitonia” D.h., Bach führte chromatisch durch alle Tonarten, jeweils in Dur und in Moll.
schön das hier sogar die vorgeschichte beschrieben wird.. toll! =) dankeschöön
Das stimmt Rita,
endlich geht es mal nicht los mit “das ist diese Note”, sondern hier wenigstens mal kurz die Entstehung und Entwicklung der Noten, des Notensystems.
Mich interessiert, wie es zu dem Notenschlüsselzeichen kam. Können sie mir da evtl. eine GEschichte erzählen? Stanmmt der Schlüssel aus einer Zeit wo MusikerInnen sich einschlossen um zu proben, und dafür einen solcher Art geformten Schlüsel benötigten. War dies eine art Gilde der MusikantInnen?
Danke schon vorab!
Angela Engert
Der Violinschluessel hat sich aus dem G entwickelt auf welcher Linie dieser Schluessel auch platziert wird. Deswegen wird dieser Schluessel auch oft als G-Schluessel bezeichnet.
Klasse – wußte ich nicht
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