Klavier spielen
Klaviermusik
Rund um das Klavier
Da ein Klavier stark auf die Luftfeuchtigkeit und Temperaturbedingungen des jeweiligen Standortes reagiert, sollte darauf geachtet werden, das Klavier nicht zu hoher oder zu niedriger Luftfeuchtigkeit bzw. keinen großen Temperaturschwankungen auszusetzen. Im nicht-isolierten Keller oder auf einer Fußbodenheizung fühlt sich kein Klavier wohl und kann schnell reparaturbedürftig werden.
Ein Standort nahe der Heizung und/oder ein stetiger Luftzug lassen ein Klavier schnell austrocknen. Kommt es schließlich zu einer Phase hoher Luftfeuchtigkeit, kann dieser Feuchtigkeitswechsel schnell Risse im Resonanzboden und Stimmstockholz entstehen lassen. Durch einen Standort mit direkter Sonneneinstrahlung kann zudem die Politur beschädigt werden und die Farbe des Holzes ausbleichen. Sollte es keine Möglichkeit geben, die Fußbodenheizung im Raum, in dem sich das Klavier befindet, abzuschalten, sollte das Klavier auf eine Unterlage gestellt werden, die aufströmende Warmluft verhindert.
Zu feuchte und zu kalte Umgebung kann Schimmelbildung hervorrufen, v.a. dann, wenn das Klavier an schlecht gedämmten Außenwänden steht. Es sollte darauf geachtet werden, das Klavier nicht zu dicht an eine Wand zu stellen, damit eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet ist.
Die meisten Klaviere bestehen aus Holz und reagieren deshalb auf stark auf Umwelteinflüsse. Das Holz nimmt Feuchtigkeit auf oder gibt diese ab, wodurch sich das Holz ausdehnt oder zusammenzieht. Im schlimmsten Fall können sogar Risse im Holz entstehen, die das Klavier unbrauchbar machen.
Der Wechsel der Jahreszeiten und die damit verbundenen klimatischen Veränderungen führen dazu, dass sich das Klavier verstimmt. Dies ist nicht zu verhindern, doch sollten zur Pflege des Klaviers einige Aspekte beachtetet werden.
Ist die Raumluft sehr feucht, kann es zur Schimmelbildung an Wand und Klavier kommen und sogar die Saiten des Klaviers können anfangen zu rosten. Um dies zu Verhindern ist für eine gute Luftzirkulation zu sorgen.
Auch zu trockene Luft tut dem Klavier nicht gut. Ab einer Raum-Luftfeuchtigkeit unter 35 % sollte durch Zimmerpflanzen, Luftbefeuchter o.ä. für ein besseres Klavier-Klima gesorgt werden. Stellen Sie aber nie eine Schale mit Wasser in das Klavier, weil dies dem Klavier eher schadet als hilft.
Die ideale Raumfeuchtigkeit liegt bei 50-60 % und die ideale Temperatur bei ca. 18-21 Grad Celsius. Nicht nur Klavierlampe und Klavierbank, sondern auch Thermometer und Hygrometer sollten demnach zur Standardausrüstung eines Klavierbesitzers gehören. Bei der Wahl eines geeigneten Hygrometers haben sich digitale Geräte bewährt, da diese genauer als mechanische Hygrometer messen und gleichzeitig nicht teurer sind. Mittlerweile gibt es auch spezielle Hygrometer, die in das Klavier eingebaut werden und so eine noch bessere Kontrolle zulassen.
Meist hat man viel investiert, um ein Klavier sein Eigen nennen zu können. Deshalb hüten viele Klavierbesitzer ihr Instrument auch wie ihren Augapfel und lassen dem Klavier eine besondere Pflege zukommen.
Zumindest die äußerliche Pflege ist beim Klavier nicht besonders aufwendig, doch sind dabei einige Aspekte zu beachten. Beim Staubwischen sollte darauf geachtet werden, den Lack nicht zu beschädigen. Der Staub, der sich auf dem Klavier angesammelt hat, kann wie Schmirgelpapier wirken und den Lack durch kleine Kratzer beschädigen.
Bei Klavieren mit Polyesterlack verwendet man am besten ein fusselfreies, leicht angefeuchtetes, weiches Tuch, um das Klavier vom Staub zu befreien. Bei gewachsten oder mit Schellack behandelten Instrumenten ist eine Behandlung mit einem trockenen Tuch vorzuziehen. Auch dieses sollte weich und fusselfrei sein. Es gibt auch chemische Pflegemittel, die im Fachgeschäft zu erwerben sind.
Sollte es trotz einer vorsichtigen Behandlung zu kleinen Kratzern oder Beschädigungen gekommen sein, kann durch spezielle Politur der Lack wieder auf Hochglanz gebracht werden. Bei schwierigeren Fällen sollte ein Fachmann hinzugezogen werden, der durch geeignete Mittel, wie z.B. Lackstifte, die Lackschäden wieder beheben kann. Bei gewachsen Klavieren hilft Nachwachsen weiter. Auskunft über die richtige Wachs-Behandlung kann man sich bei einem Klavierhändler einholen.
Die Klaviertasten stumpfen mit der Zeit ab und sind natürlich auch nicht vor Staub gefeit. Meist reicht es, die Tasten mit einem leicht feuchten Tuch abzuwischen. Sind Schmutz und Flecken etwas hartnäckiger, kann auch sparsam mit Fensterreinigungsmittel oder Spiritus nachgeholfen werden. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass sich Tastenschwärze von den schwarzen Tasten ablöst. Auf das Reinigen der Seiten der Tasten mit Feuchtigkeit sollte verzichtet werden, da dies bei manchen Klavieren zum Aufquellen der Tasten führen kann. Bei Elfenbeintasten sollte auf jegliche Reinigungsmittel, auch Wasser, verzichtet werden, da Elfenbeintasten nicht wasserabweisend sind.