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  • Ersteller des Themas Blumenhaendler
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Schiller sprach zu Goethe:
"Zeig' mir mal deine Flöte!"
Doch Goethe sprach zu Schiller:
"Zeig' mir erst mal dein...
(zensiert!)...!"
(anonymer Autor an der Toilettenwand einer Musikhochschule)
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@Rheinkultur
den kannte ich in dieser Variante:
Goethe sprach zu Schiller:
Spiel´ auf dem A.... nen Triller -
Schiller sprach zu Goethe:
Mein A.... ist keine Flöte

:-D:-D:-D:drink:
 
Der Begriff "Nähmaschine" steht in Musikerkreisen eigentlich nicht für ein bestimmtes Genre sondern eher für Klavierspieler, die ihren Ausbildungsschwerpunkt auf Technik gelegt bekommen haben und im Stile schneller-höher-weiter in oft perfekter Technik Stücke ohne musikalisches Gefühl herunterrasen.
ist das ein unumstößlicher Lehrsatz?
Joachim Kaiser schrieb über das G-Dur Konzert von Ravel, dass es zahllose Pianisten zu Nähmaschinen degradiere - es sei denn, man würde es wie Benedetti-Michelangeli spielen ;-) (die Nähmaschinen in dem Sinn, wie du sie beschreibst, scheitern an Ravels Konzert)

Geläufigkeit und flinke Tempi gehören zur Musik dazu, mir ist völlig unergründlich, wie man auf die bescheuerte Idee kommen, diese Teilbereiche runterzumachen: ich möchte niemals der Folter ausgesetzt werden, die darin besteht, eine ohne saubere Geläufigkeit durchgepampte Mozartsonate hören zu müssen :-D:-D

nichts spricht gegen eine "Nähmaschine", wenn sie zuverlässig schnell UND musikalisch spielt, denn das passt zu sehr vielen schönen Klavierstücken und wird sogar von solchen verlangt (ja, das sind dann halt - böse-böse in den Augen derer, die das nicht hinliregen - schnelle Sachen)
 
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...dass ich auch viele schmerzfreie Piloten mit übersteigertem Selbstbewusstsein kennenlernen durfte

Wir hatten früher einen Piloten im Stall, der zwar im wesentlichen nicht wirklich reiten konnte, aber unwiderstehliche Faszination am Springen gefunden hatte. Er besaß ein tapferes und loyales Pferd, das zu seinem Glück auch ziemlich kalt am Bein war. Das Maß an hirnloser Furchtlosigkeit, Risikobereitschaft und die vollendete Beratungsresistenz dieses (als Mensch übrigens SEHR netten, stets gutgelaunten und hilfsbereiten Mannes), seines Zeichens KAPITÄN (!), hat meine Einstellung zu Flugreisen nachhaltig geprägt.
meditier.gif
 
Geläufigkeit und flinke Tempi gehören zur Musik dazu, mir ist völlig unergründlich, wie man auf die bescheuerte Idee kommen, diese Teilbereiche runterzumachen: ich möchte niemals der Folter ausgesetzt werden, die darin besteht, eine ohne saubere Geläufigkeit durchgepampte Mozartsonate hören zu müssen :-D:-D

nichts spricht gegen eine "Nähmaschine", wenn sie zuverlässig schnell UND musikalisch spielt, denn das passt zu sehr vielen schönen Klavierstücken und wird sogar von solchen verlangt (ja, das sind dann halt - böse-böse in den Augen derer, die das nicht hinliregen - schnelle Sachen)
Nur werden diejenigen, die vorhaben virtuos auf dem Klavier zu werden wohl kaum ihre Zeit mit Clementi, Kuhlau ec. Sonatinen zu verplempern. Die waren mehr für das bürgerliche Mittelmaß geschaffen.....Bei mir fliegen auch geerbte Sonatinen, Sonatinen Vorstufen en masse herum. Dagegen vergleiche man etwa dem Digitalen beigegebenes "Kompendium" von heute beliebten klassischen Stücken aufgeteilt in Schwierigkeit A B und C, da gibt es gerade mal 2 Sonatinen (A)von jeweils eine clementi, eine Kuhlau (sic.) aber viel Debussy, Chopin, Satie, Bach, Brahms, Beethoven, Faure, Schubert, Schumann usw...das meiste B und C, dass sollte jeden schon anspornen, schön wirds erst , wenn man fortgeschritten ist!! Also üben! und schöne Etüden gibt es zu hauf, mit Nähmaschine meinte ich die eher langweilige Begleitung weniger eine besondere Schnelligkeit - dass Nähmaschine unter Musikern so belegt ist, wusste ich nicht.,,:-D, wo ich doch gerade besonderen Spaß an Geschwindigkeit habe...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Nur werden diejenigen, die vorhaben virtuos auf dem Klavier zu werden wohl kaum ihre Zeit mit Clementi, Kuhlau ec. Sonatinen zu verplempern.
Warum denn nicht? Das sind doch für den Anfang schöne Möglichkeiten, z.B. Oktavläufe musikalisch zu üben, Melodien auch in der ach so langweiligen Begleitung zu finden, zu hören, zu verstehen, zu spielen....

Ich sehe da keine verplemperte Zeit.
 
Warum denn nicht? Das sind doch für den Anfang schöne Möglichkeiten, z.B. Oktavläufe musikalisch zu üben, Melodien auch in der ach so langweiligen Begleitung zu finden, zu hören, zu verstehen, zu spielen....

Ich sehe da keine verplemperte Zeit.

Ich habe auch ein paar dieser Sonatinen gespielt. Langweilig sind die nur, wenn man sie langweilig spielt. Mir haben sie Spaß gemacht, und ich habe mit Sicherheit viel daran gelernt.

LG, Mick
 
Ja, ich hatte auch schon als Jugendlicher diese 2 Peters-Hefte mit Sonatinen von Clementi, Kuhlau etc.
Ich fand immer, da sind ein paar echt groovige Dinger dabei :-)
 
Ich lerne gerade Clementi op 36, 2 und mag die Sonatine - auch wenn ein sauberes Allegretto Spiel hier schon eine gewisse Übung erfordert (besonders da es fieserweise genau einen schnellen Lauf in der linken Hand gibt :-D).
 
Ich habe auch ein paar dieser Sonatinen gespielt.
eines der allerersten Stücke, die ich als als kleiner Grundschulbub spielte, war eine Sonatine in D-Dur von Haydn, voller Trillerchen und Verzierungen - ein ganz arg niedliches und hübsches Stück!!! Hatte mir sehr gefallen!!! Und geschadet hat es späteren patetico-Etüden etc. nicht.
 

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