Aufnehmen, jetzt mal richtig

Versuche mal, lauter auszusteuern. Meiner Ansicht nach ist die Aufnahme viel zu leise. Wenn ich dann den Lautsprecher aufdrehe, damit ich etwas höre, dann höre ich auch das Rauschen. Das Rauschen sollte leiser werden, wenn Du lauter aufnimmst.

Hast Du gleich in mp3 aufgenommen oder in wav? Wenn ich lauter mache oder die Aufnahme normalisiere im Audio-Editor, dann höre ich starke Störgeräusche, die durch die mp3 Komprimierung verursacht wurden.
 
Hallo Mawima,

finde die Aufnahme auch zu leise. Um die Lautstärke zu erhöhen habe ich den Eingangspegel dann mal hochgeschraubt. Leider wird das Rauschen dann auch lauter. Ich weiß nicht, was du mit lauter aussteuern meinst. Vielleicht fehlt dem Gerät die Funktion?

Ja ich habe gleich in mp3 aufgenommen. Zwischenzeitlich mal wav getestet, ist vom Rauschen her aber ähnlich.

Viele Grüße,

Jan
 
Hallo Jan!

Der gute alte van Beethoven :)

Okay, die von Dir zur Verfügung gestellte Aufnahme habe ich mir angehört. Ein Rauschen ist bei mir erst dann hörbar, wenn ich meine Lautstärke erhöhe. Ein Rauschen müsste ich zufolge auf meine Kopfhörer schieben, nicht aber auf Deine Aufnahme. Klingt diese eher okay (frei von unliebsamen Geräuschen).

Mein Fazit: die Aufnahme selbst ist zu leise. Problematisch kann es werden, wenn Du Dein Gerät Full Power justierst, dann könnten durchaus unliebsame Tonspitzen etc. erzeugt werden und die Aufnahme zerschießen.

Finde bei den Einstellungen den optimalen Mittelweg. Vermutlich werden mehrere Tonfetzen aufgenommen werden müssen, um ein optimales Ergebnis erzielen zu können.

Eigentlich sollte das Gerät gute Qualität liefern, beinhaltet doch jenes im Vorfeld ein Kondensatormikrofon ...

Wie dem auch sei, wenn die Moderatoren nichts gegen eine auswärtige Webseite einzuwenden haben, würde ich gerne bzgl. des Tascam Dr-44WL ein Testbericht verlinken, welche ich im Netz finden konnte. Jan, vielleicht kannst Du mit dem Testbericht etwas anfangen.

http://www.delamar.de/test/tascam-dr-44wl-testbericht/2/
 
Ohne mich hier durchzulesen. Ich suche nach einem Mikrofon bis 100 EUR. Ich benötige es in erster Linie für Spracherkennungssoftware ("Interaktive Sprachreise"), eventuell Klavieraufnahmen wenn möglich aber nebensächlich. Wichtig ist ein guter Betrieb mit normalem Laptop-PC (Empfindlichkeit/Verstärkung, USB?), gute Stabilität/Unabhängigkeit vom Sprechabstand, gute Unterdrückung von Nebengeräuschen. Ich hoffe, dies ist verständlich, ich kenne mich mit den technischen Feinheiten da nicht aus. Kann mir jemand was empfehlen?
 
@Kleiner Ludo : Du beschreibst ein paar Anforderungen die sich zum Teil ausschließen. Z.B. Unterdrückung von Nebengeräuschen und gleichzeitig unabhängiger Sprechabstand. Wenn man sich vom Mikro entfernt und es soll trotzdem die Sprache gut aufnehmen, dann nimmt es auch die Geräusche aus gleicher Entfernung mit auf. Hier hilft bedingt die Nierencharakterisitk etwas, da Signal von der Seite und hinten gut bedämpft werden.

Ein Sprachmikro, z.B. USB-Mikros, sogenannte Podcast Mikros sind easy zu installieren und zu benutzen, jedoch ungeeignet für Klavieraufnahmen. Das ist dann immer ein Kompromiss.

Weiterhin sind Podcast oder Broadcast Mikrofone in Mono ausgeführt. Für Klavieraufnahmen nur bedingt geeignet, außer man begnügt sich nur mit Mono.

Mit Präferenz für Sprache wäre also ein USB Mikro mit Nierencharakteristik geeignet.

Empfehlung:
Rode NT-USB: ca. 145 Euro
Auna MIC-900B USB ca. 80 Euro
 
@sail67 vielen Dank
 
@Wiedereinsteiger123 Ein H4n reicht als Aufnahmegerät allemal. Die Kapseln, insbesondere die XY Kapsel ist ok. Es ist eine Frage des Anspruchs und der Flexibilität. Das H4n auf ein Stativ schrauben und die Kapseln von schräg oben in den Flügel richten bringt sicherlich brauchbare, gut anhörbare Ergenisse. Wenn man AB aufstellen will, dann ein Paar Oktavas, 2 Stative und 2 XLR Kabel dazu und Du bist richtig flexibel.
Bitte nicht zu sehr auf das Equipment schauen. Ohne Erfahrung, probieren und hören was man aufnimmt wird man mit einem 3.000Euro Equipment schlechtere Aufnahmen produzieren, als mit Bedacht und viel Geduld mit einem 600Euro Equipment.

Gute Ausfürung von Dir, der Beitrag 572.

Ich kann auch nur unterstreichen, probieren, probieren, probieren, da die Stellung der Mikros bei Flügel tükisch ist.

Ich kann aus meiner Erfahrung berichten, wo wir einige CDs produziert haben.
Für Klassikaufnahme mit Gesang sind wir dann letzlich dadurch für den Flügel zu XY-Aufstellung gekommen, weil es die aufgeräumteste Aufnahme war. (Ist etwa 10-15 Jahre her).
Wir hielten die zwei Oktavas (damals noch ein Geheimtipp) in XY-Stellung ungefähr bei geöffnetem Deckel (etwa am Deckelrand) auf die Saiten. Hier machte jeder cm etwas aus. Ist ein Flügel z.B. zu basslastig, zeigen die Mikros mehr auf die Mittellage etc.

Der Gesang wurde bei kaum Akustik direkt vor den Sänger gestellt. Und dabei wurde alles auf drei Spuren gemixt und hernach etwas Hall hinzugegeben. So bekamen wir sehr schöne aufgeräumte Aufnahmen zustande, die auch teilweise in CD-Prduktion gingen.

Voraussetzung war, dass der Flügel für Aufnahmen top eingerichtet ist, also keine Nebenlaute, Klirren etc..
 
Zuletzt bearbeitet:
@Scaramouche Danke Dir.....
 
Ich mache mit meinem Samsung S7 beste Aufnahmen. Besser geht's nicht. :coolguy:
 
@sail67, ich war gerade auf der Suche nach einem Deiner Beiträge. Du hast damals geschrieben, dass man die Mikrofone nicht auf den Deckel richten soll, weil es dabei zu ??? kommen könnte. Die Fragezeichen sind Platzhalter für das technisch klingende Wort, das mir nicht einfällt. Was passiert bei der vorgenannten Mikrofonierung.

Mann könnte in Zukunft versuchen ein Stützmikrofon unter den Flügel zu stellen und auf den Resonanzboden richten. Dann dürften die Bässe was knackiger kommen.

Knackige Bässe sind toll! Aber was meinst Du mit "Stützmikrofon"?
 

@sail67,

Knackige Bässe sind toll! Aber was meinst Du mit "Stützmikrofon"?

Stützmikrofon ist ein zusätzliches Mikrofon, was man zu den Aufnahmen der Hauptmikrofone hinzu stellt und hinzu mischt. Hier sind es die Bässe, die dann hinzugemischt werden können, je nach Gusto.

Ich habe sehr gute Mikrofone, die genau so aufnehmen, wie sie es sollen, da benötige ich kein Stützmikrofon, allerdings ist der Winkel sehr entscheidend. Bei der U-Musik, könnte es eine Möglichkeit sein.
Oder es ist auch zum Ausgleichen eine Möglichkeit, falls Deine Hauptmikrofone beispielsweise zu Höhenlastig sind, oder der Flügel zu wenig Bässe hervorbringt, beispielsweise bei vielen Stutzflügel. etc..
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe sehr gute Mikrofone, die genau so aufnehmen, wie sie es sollen, da benötige ich kein Stützmikrofon, allerdings ist der Winkel sehr entscheidend.

OK, danke.

Mit meinen Neumännern bin ich sehr zufrieden und ebenfalls mit den Aufnahmen.


View: https://www.youtube.com/watch?v=_PNRBNCnNVk

@all:
Aber falls jemand - der meine Aufnahmen der Treffen kennt - den Höreindruck hat, es ginge besser mit einer anderen Stellung der Mikrofone, dann bitte ich um einen Hinweis.
 
@sail67, ich war gerade auf der Suche nach einem Deiner Beiträge. Du hast damals geschrieben, dass man die Mikrofone nicht auf den Deckel richten soll, weil es dabei zu ??? kommen könnte. Die Fragezeichen sind Platzhalter für das technisch klingende Wort, das mir nicht einfällt. Was passiert bei der vorgenannten Mikrofonierung.



Knackige Bässe sind toll! Aber was meinst Du mit "Stützmikrofon"?

Hallo Marlene,
Du suchst nach dem Wort Kammfiltereffekt.
Scaramouche hat Stützmikros ja schon erklärt. Wobei es weniger darum geht nicht vorhandene Klangeigenschaften des Instrumentes künstlich zu erzeugen ( mehr Bass ), sondern durch Raumakustik verbogenen Klang durch gezielt platzierte Mikros und Hinzumischung so zu verbessern, dass das Ergebnis dem Erwarteten näher kommt.
Mit Stützmikros kann ich Raumklang verändern oder z.B. im Signal der Hauptmikros den Bass absenken und durch das Signal der Stützmikros ersetzen. Ein wesentliche Eigenschaft eines Stützmikros ist das Signal der Hauptmikros zu unterstützen, sonst wäre es kein Stützmikro.

Und Deine Frage wegen des Klanges der Kosenko Aufnahme, verglichen mit dem Liveerlebnis, muss ich sagen das stimmt schon ziemlich überein. Klar es ist eine direkte Aufnahme, aber Du hast auch keinen Saal. Somit entspricht die Aufnahme dem Eindruck als wenn man nah am Flügel sitzt.
Alle sagen im Gang, Richtung Dachterasse, wäre der ausgewogenste Klang. Hier könnte man auch Mikros aufstellen und z.b mit -9 oder -12db dem Hauptsignal zumischen.

Und mit Knackiger meine ich weniger aufgebläht oder verwaschen..Das kommt von Raumresonanzen, oder bei einer bestimmten Art auch Moden genannt. Beim knackigen Bass hört man auch die Oberwellen.

Du musst mir mal dein obiges Beispiel als Cd brennen. Würde das gerne auf meiner Anlage hören. Die youtube Version erscheint mir komprimiert.

Gruß
Sail67
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier könnte man auch Mikros aufstellen und z.b mit -9 oder -12db dem Hauptsignal zumischen.

Signale aus verschiedenen Quellen zusammenmischen ist immer sehr problematisch. Ich liebe die Aufnahme aus der 50-60er Jahren die nur mit zwei Mikros (für Stereo Effekt) aufgenommen wurden. Das waren wirkliche Ton-Meisterwerke, z.B. von Robert Fine (Tonmeister bei RCA Living Stereo). Was man mit sehr vielen Mikrophonen später aufgenommen hat, war meisten ein Brei.

Die besten Jazz-Aufnahmen sind für mich sogar Mono Aufnahmen z.B. Blue Note Label .... da braucht es für die Kelleratmosphäre kein zusätzliches Hall.
 
OK, danke.

Mit meinen Neumännern bin ich sehr zufrieden und ebenfalls mit den Aufnahmen.


View: https://www.youtube.com/watch?v=_PNRBNCnNVk

@all:
Aber falls jemand - der meine Aufnahmen der Treffen kennt - den Höreindruck hat, es ginge besser mit einer anderen Stellung der Mikrofone, dann bitte ich um einen Hinweis.


Die Marke der Mikros ist natürlich bestens. Was sind es den für Neumänner? Hast Du zwei identische? Und zweimal Niere? Dann würde ich es einmal wie oben beschrieben in XY-Stellung probieren.

XY-Stellung ungefähr bei geöffnetem Deckel (etwa am Deckelrand) auf die Saiten. Hier macht jeder cm etwas aus. Ist ein Flügel z.B. zu basslastig, drehe die Mikros mehr Richtung Diskant.

Bin mir sicher, Deine Aufnahmen werden besser und aufgeräumter.
Und ein Stützmikrofon benötigst Du meiner Meinung nach auf keinen Fall. Der Bösendorfer ist so schon sehr bassstark. Mache es einmal wie oben beschrieben, wirst sehen, äh, hören. Und experimentiere einmal mit der Stellung.

Ich würde dann auch etwas weiter in den Flügel hinein, über dem Rand des Flügels 40cm drüber auf die Saiten etwas nach unten gerichtet. Und wenn zu basstark mehr Richtung Diskant drehen (probieren). Und falls zu wenig Hall nachhallen oder etwas weiter wieder heraus. Probieren.

Rechter Winkel genau bei der Überlagerung der Mikrofonköpfe bei XY-Stellung beachten.

Du hast ja sicher ein musikalisches Gehör. Hör Dir die Aufnahmen an und frage Dich, ob es die Schönheit des Flügels wiedergibt. (Kopfhörer).

Hier zur XY-Stellung:
https://www.thomann.de/de/onlineexpert_page_akustikgitarre_aufnehmen_positionierung.html

P.S. Und wie Sail sagt, ein Stützmikro kann man auch als Hall hinzumischen. Man kann auch eines recht weit enfernt setzen. Aber bevor ich das mache, würde ich das Hauptsignal erst einmal bestens richten. Dann wirst Du erst hören, was die Neumänner und Dein Flügel können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also.....mehr als 2 Mikros zu benutzen ist absolut nicht problematisch.

Für Klassikaufnahmen würde ich nicht direkt in den Flügel gehen. Das wird viel zu direkt. Für Pop und Jazz ja, nicht für Klassik, außer der Raumklang ist so mies, das ich alles weghaben will was den Raum ausmacht. Das ist bei Marlene aber nicht der Fall.

XY kann man machen, wenn man direkt über den Seiten unterm Deckel positioniert. Außerhalb des Flügels ist AB die bessere Wahl.

Soweit ich verstanden habe ist der Sound vom obigen Beispiel völlig unbearbeitet. Das sind Rohaufnahmen...dafür und das es kein Saal oder Studio ist, ist es sehr gut.
 
OK, danke.

Mit meinen Neumännern bin ich sehr zufrieden und ebenfalls mit den Aufnahmen.


View: https://www.youtube.com/watch?v=_PNRBNCnNVk

@all:
Aber falls jemand - der meine Aufnahmen der Treffen kennt - den Höreindruck hat, es ginge besser mit einer anderen Stellung der Mikrofone, dann bitte ich um einen Hinweis.

Also.....mehr als 2 Mikros zu benutzen ist absolut nicht problematisch.

Für Klassikaufnahmen würde ich nicht direkt in den Flügel gehen. Das wird viel zu direkt. Für Pop und Jazz ja, nicht für Klassik, außer der Raumklang ist so mies, das ich alles weghaben will was den Raum ausmacht. Das ist bei Marlene aber nicht der Fall.

XY kann man machen, wenn man direkt über den Seiten unterm Deckel positioniert. Außerhalb des Flügels ist AB die bessere Wahl.

Soweit ich verstanden habe ist der Sound vom obigen Beispiel völlig unbearbeitet. Das sind Rohaufnahmen...dafür und das es kein Saal oder Studio ist, ist es sehr gut.


Mag sein, dass Du dies anders handhabst. Ich kann nur sagen, dass ich als Berufsmusiker damals über Monate sehr unzufrieden mit den Aufnahmen war und deshalb probierte, probierte und probierte, nachdem auch Tontechniker mich vor Ort nicht zufrieden stellen konnten. Habe immer mit den besten Profiaufnahmen verglichen (eine etwas ältere von Grammophon)

Und schließlich bin ich bei der XY gelandet. Warum? Weil ansonsten viele Flügel sehr unaufgeräumt klingen. Viel zu breiträumig, auch jene Aufnahme von Marlene. Mich würde das so noch nicht zufrieden stellen, obwohl diese sicher nicht schlecht ist. Aber ist nur meine Meinung.
 
Mag sein, dass Du dies anders handhabst. Ich kann nur sagen, dass ich als Berufsmusiker damals über Monate sehr unzufrieden mit den Aufnahmen war und deshalb probierte, probierte und probierte, nachdem auch Tontechniker mich vor Ort nicht zufrieden stellen konnten. Habe immer mit den besten Profiaufnahmen verglichen (eine etwas ältere von Grammophon)

Und schließlich bin ich bei der XY gelandet. Warum? Weil ansonsten viele Flügel sehr unaufgeräumt klingen. Viel zu breiträumig, auch jene Aufnahme von Marlene. Mich würde das so noch nicht zufrieden stellen, obwohl diese sicher nicht schlecht ist. Aber ist nur meine Meinung.

Wie so vieles im Leben hängt es am persönlichem Geschmack. Und an den individuellen Örtlichkeiten. Es gibt nie den Fall, das ich zweimal das identische Setup verwende...

By the way... auch damals wurde nachbearbeitet...das was auf Platte gepresst wurde ist nie das Originalmikrofonsignal. Selbst bei Direktmitschnitten war immer noch das Mischpult mit seinen, auch damals schon vorhandenen, Effekten dazwischen.
 
Wie so vieles im Leben hängt es am persönlichem Geschmack. Und an den individuellen Örtlichkeiten. Es gibt nie den Fall, das ich zweimal das identische Setup verwende...

By the way... auch damals wurde nachbearbeitet...das was auf Platte gepresst wurde ist nie das Originalmikrofonsignal. Selbst bei Direktmitschnitten war immer noch das Mischpult mit seinen, auch damals schon vorhandenen, Effekten dazwischen.

Außer Hall beim Gesang habe ich nichts hinzu gesetzt. Der Flügel brauchte nur ganz wenig. Betrifft die Klassik. Denn das Original sollte so authentisch und natürlich wie es geht aufgenommen werden.
Bei Pop dann auch mal anderes wie Kompression, da durften dann, im Gegensatz zur Klassik auch mal Verfärbungen sein.

P.S. Bei Marlenes Aufnahmen gefällt es mir auf dem Laptop besser, als mit den Sennheiser (HD 600) Kopfhörer.
 

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