Professionell Klavierspielen

Grundwissen Aufnahmeprüfung
Der Kurs ist natürlich nur für Schüler, die auch ein Instrument an der Musikschule spielen, alle anderen müssen etwas bezahlen, allerdings weniger als würden sie ein Instrument lernen, da es ja Gruppenunterricht ist. ...
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Der Kurs ist natürlich nur für Schüler, die auch ein Instrument an der Musikschule spielen, alle anderen müssen etwas bezahlen, allerdings weniger als würden sie ein Instrument lernen, da es ja Gruppenunterricht ist.
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Gut, bin Schülerin in der Musikschule ^^.
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Vielen, vielen Dank und herzlichen Glückwunsch, keyla, wenn auch etwas verspätet
Ich hatte vorher noch nicht die Zeit, deinen ausführlichen Bericht in Ruhe zu lesen. Ich wünschte, ich hätte auch schon eine bestandene Aufnahmeprüfung in der Tasche. Ich weiß gar nicht, was ich machen würde, wenn ich nicht bestehen würde - dann hängt man ja in der Luft... Am meisten Angst machen mir alle Dinge, die irgendwie damit zu tun haben, notierte Musik (Melodie oder Rhythmus) in Klänge umzuwandeln... Es ist aber beruhigend, zu hören, dass die Prüfer keine unmenschlichen Sauertöpfe sind, die Worte wie Abistress oder Aufregung noch nie gehört haben. Stilblüte
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l'art pour l'art Wer stark ist, kann es sich erlauben, leise zu sprechen. - T. Roosevelt |
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#34
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nun denn... eine nicht bestandene Aufnahmeprüfung ist auch kein Weltuntergang.
In Hannover wars halt viel zu schwer, und wenn ich den Anforderungen nicht gewachsen bin, dann ist es auch besser, wenn ich dort nicht studiere, weil studieren keinen Spaß macht, wenn alles zu schwer ist. In Hannover war die schriftliche Prüfung in Theorie besser als die in Halle. Das zweistimmige Melodiediktat konnt ich besser als das einstimmige... keine Ahnung wieso. ich hab beim Einstimmigen den Rhythmus nicht hinbekommen, obwohl ich sons Rhythmusdiktate wunderbar kann. Dann musste man Mehrklänge aufschreiben (oberster oder unterster Ton war gegeben) und dann kamen nocht 3 Musikeispiele. Davor hatte ich am meisten Angst, aber ich habs erstaunlich gut hinbekommen. Das erste war Klavier Solo. ich denke ein Chopin oder Brahmswlzer. Auf jeden Fall wars Romantik und im Dreivierteltakt. Das zweite war eventuell expressionismus. Es klang recht atonal. Weil ich nicht genau wusste was es ist hab ich die Begelitung beschrieben und die Melodie charakteriesiert. Das dritte war eine auf Orgel gespielte Funge mit vier Einsätzen, also höchstwahrscheinlich aus Kunst der Fuge von Bach. Da hab ich dann mein ganzes Wissen über Fugen aufgeschrieben. Dann war noch ein Notenbeispiel wo man alles zu aufschreiben musste, was man weiß. Es ging darum zu zeigen, dass man Fremdwörter kennt. Also alle dynamikanweisungen aufschreiben, Fermaten, akzente, Synkopen, Wechselnoten, Vorhalte usw benennen... Gitarre, Gesang, Sprecherziehung, Klavier und Gehörbildung mündlich wurde alles zusammen in einer halben Stunde geprüft. Ich fand dadurch, dass 6 Leute in einem Raum saßen, war das ganze recht unpersönlich aber die Prüfer waren alle recht nett. Eine halbe Stunde vorher wurde mir ein "Klausurstück" gegeben, welches ich mir allein (während ein anderer Prüfung hat) beibringen musste. Es ging dabei darum, dass ich zeige, dass ich auch ohne Lehrer Dynamikanweisungen befolgen kann, Triller richtig spiele, vernünftig betone, ritardando mache und die Pedale richtig trete usw (halt dass ich auch eigenständig üben kann). Es war nicht schlimm, dass ich oft falsche Töne gespielt habe und nur die Hälfte des Stückes konnte (Ich hatte Glück- da hat er sowieso abgebrochen). Meine Klaviersücke haben besser geklappt als je zuvor, allerdings wurden alle vorzeitig abgebrochen (das hat er mir aber vorher gesagt. Aus Zeitgründen... naja, wenn in ner halben Stunde alles geprüft wird ist halt nicht viel Zeit). Meiner Meinung nach, hätte er sich den Lauf beim Liszt an dem ich 30 stunden geübt hab ruhig anhören können... die 14 sekunden wären bestimmt drin gewesen... aber auch egal. Gesang war ganz ok, ich bin beim A Cappella Lies etwas unsauber geworden aber ich denke das war noch verzeilich. Mein Korrepetitor war nicht besonders (war ein Student) aber es hat irgendwie geklappt. Dann musste ich Blattsingen. Das war peinlich, allerdings worde ich nicht lange gequält. ich musstenicht das ganze Lied schief singen sondern immer Taktweise bis der Takt geklappt hat und sie haben mir gesagt, welcher ton falsch ist (Insgesamt 2 Takte). Gitarre hat ganz gut geklappt. Ich hoffe der Prüfer beachtet, dass ich erst ein Dreiviertel Jahr spiele. Ganz schlimm war Gehörbildung mündlich. Ich musste fast die ganze Zeit Kadenzen hören (konnte ich noch nie) und zur Abwechslung mal die Tonart sagen, wenn der obere Ton gegeben war. Er hat also genau das geprüft, was ich schon im schriftlichen Teil nicht konnte. Dann noch ein paar Intervalle hören. Er hatt immer Quinten nach oben gespielt und dann sollt ich sagen welcher Ton als nächste kommen müsste und hinterher feststellen, dass er nen halbton tiefer gespielt hat. Modale Tonarten kamen gar nicht dran und singen musst ich auch nichts. Die Prüfer haben grundsätzlich kein Feedback gegeben, nur der Theorieprüfer meinte irgendwann mit sonner eindeutigen Betonung, dass es davon auch nicht besser wird, wenn ich garnichts sage (das war grad irgend ein ganz fieser Akkord, den ich einfach nicht gehört hab und auch keine Idee hatte was es sein könnte). Und auch ohne Andeutung kann ich mich gut genug einschätzen um zu wissen, dass die Leistung einfach zu schlecht war um zu bestehen. Aber Spaß gemacht hats trotzdem wieder, wenn auch nicht ganz soviel wie an den anderen Unis, weil die Atmosphäre wie gesagt recht kühl war. |
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Hallo Keyla,
erstmal muss ich dir ein großes Lob dafür aussprechen, dass du dir immer die Mühe machst, alles so haargenau zu berichten. Wirklich sehr lehrreich! Ich habe jetzt auch noch ein paar Fragen: Seit wann spielst du Klavier? Wie viele Instrumente muss man spielen können für die Prüfung und gibt es ein Mindest- bzw. Höchstalter zum Zeitpunkt des Geprüftwerdens? Ein absolutes Gehör ist aber nicht erforderlich, oder? Ich stelle mir das jetzt so vor, dass dir z.B. bei einem Notendiktat die erste Note genannt wird, damit du danach nur noch die Verhältnisse bestimmen musst. Oder liege ich da falsch? |
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#36
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Ich spiele seit 9 Jahren Klavier, allerdings erst seit 3 Jahren intensiv. Die Prüfer beachten wie lange man schon spielt (man muss vorher einen musikalischen Lebenslauf einreichen).
Ich habe gehört, dass auch schon jemand diese prüfung gemacht hat, der erst ein Jahr später dsa ABI gemacht hat. also ein Jahr eher gehrt auf jeden Fall. Und eine Höchstgrenze gibt es wohl nicht, es sei denn es gibt eine für das Studium. Man kann bestimmt die Prüfung auch schon 2 Jahre eher machen, allerdings wär das sinnlos, weil sie je nach Uni nur 1 oder 2 Jahre gültig ist. man kann sich das Hauptfach aussuchen und muss dann noch Gesang und Klavier machen (bei den meisten Unis. In Oldenburg z.B. brauch man Klavier gar nicht zu können). Wenn Klavie roder Gesang Hauptfach ist, braucht man z.B. in Halle und Leipzig kein Zweitinstrument vorspielen (in Leipzig kann man allerdings) während man in Hannover und Kassel muss. Ein absolutes Gehör bracuhst du natürlich nicht. entweder dir wird ein a' vorgegeben oder deer erste Melodieton. Ich hoffe ich konnte dir helfen. Möchtest du auch eine Eignungsprüfung machen? |
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#37
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Vorsicht, Leichenbraut, lies dir am besten die Aufnahmebedingungen für jede Hochschule genauestens durch, die für dich in Frage kommt.
Die Aufnahmebedingungen sind nämlich von Bundesland zu Bundesland und von Hochschule zu Hochschule verschieden! Soweit ich weiß, muss man z.B. in Bayern für Schulmusik an Gymnasien zwei Instrumente haben, an Grund-Haupt-Realschulen nur eines. Wer zwei braucht, muss darunter ein Tasteninstrument haben (Akkordeon gilt denke ich nicht), außerdem wird Gesang natürlich geprüft. Da das System im Moment im Umbruch ist (wird umgestellt auf international gültiges Bachelor/Master-System), und es demnächst außerdem möglich gemacht wird, neben Musik ein anderes Fach zu studieren, ist das Musikstudium weniger intensiv und das Zweitinstrument fällt weg. (Nur, wenn nicht Musik Doppelfach studiert wird, d.h. NUR Musik!) Die Aufnahmeprüfung ist hier zwei Jahre gültig. Es gibt allerdings eine Altersbeschränkung beim Musikstudium, was ja auch sinnvoll ist: Ich glaube, sie liegt bei 23 oder 25 Jahren (finde ich gerade leider nicht). Ich weiß auch nicht, ob an allen Hochschulen berücksichtigt wird, wie lange man sein Instrument schon spielt! beste Grüße Stilblüte
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@Keyla: Ich bin mir da ziemlich unsicher. Im Moment bin ich ja noch in der 10. und hab folglich noch ein bisschen Zeit - aber ungefähr sollte ich schon wissen, was ich später mal machen will. Bei mir ist es so, dass sich die Begeisterung für Musik erst langsam herauskristallisiert hat (steht auch in meiner Vorstellung), weil ich erst mit 11 zu spielen angefangen habe. Deshalb zweifle ich daran, dass ich in drei Jahren schon so weit sein werde, dass ich Klavier als Hauptfach nehmen könnte.
Ende des Schuljahres fange ich mit Klarinette an, hab dann also auch ein Zweitinstrument. Ich singe zwar in zwei Chören, habe eine klare Stimme, treffe die Töne und habe kein Problem damit, mal die zweite oder dritte Stimme irgendwo herauszuhören und zu singen, aber muss meine Stimme zwangsläufig richtig schön klingen und geschult sein? Muss man vorher Einzelunterricht genommen haben? Wie ist das bei dir? Ich denke also, grundsätzlich würde ich es schaffen, mir noch diese ganze Theorie anzueignen, und mit dem Hören und Benennen von Akkorden habe ich (solange ein Ton genannt wird) fast keine Schwierigkeiten, das kann ja noch zusätzlich trainiert werden - aber wobei ich mir wirklich unsicher bin, ist eben das Klavierspielen an sich, weil ich nicht weiß, wie weit ich bis dahin fortgeschritten sein muss. Gibt es denn eine Definition der Stücke, die man vorspielen muss? Oder eine Liste mit einigen Titeln, damit ich mir schon mal ein Bild machen kann? Wobei es bei mir auch noch hapert, ist diese Sache mit den Intervallen. Wenn ich z.B. drei Töne hintereinander höre und den Namen des ersten gegeben habe, fällt es mir schwer, die anderen beiden auf Anhieb und ohne Rumprobieren zu finden. Was ich als Beruf toll fände, wäre Tonmeisterin, und dafür braucht man die Hochschule, so viel ich weiß. @Stilblüte: Danke für deine Tipps. |
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#39
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@Leichenbraut
deine gesanglichen Fähigleiten müssten ausrechen, da es nur nebenfach ist, reichts, wenn man die Töne trifft, das muss nicht bezaubernd klingen oder so. Ich persönlich hatte Gesangsunterricht aber ich hätt auch ohne bestanden, glaub ich Ich habe ende der 10. Klasse folgende Stücke gespielt: Bach Präl. c-Moll (WK1)... allerdings konnt ichs nie richtig;ne 2-stimmige Invention von bach (Nr14); und noch Knecht Ruprecht von Schumann. in der zwischenzeit hab ich so viel dazugelern, dass ich sehr gut klavier bestanden hab. also ich denke du schaffst das. an vielen unis sind online beispielstücke zu finden, allerdings ist es wichtig, dass man die stücke, die man spielt überzeigend spielt. ich hab ebenfalls erst mit 9 angefangen und in den ersten 6 jahren nie geübt... Ich wusste in der 10. auch noch nicht, dass ich lehrer werden will und konnte nichtma ne Quarte von ner Sekunde unterscheiden was das Hören angeht.alles in 2 Jahren gelernt, also schaffst du das auch (zumal ich schon immer Probleme damit hatte) |
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#40
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Danke, Keyla, du machst mir Mut.
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