Professionell Klavierspielen

Jugend Musiziert
Was haltet ihr von dem Wettbewerb "Jugend Musiziert" ? Ich möchte (vorerst) gar nichts dazu sagen und warte erst einmal auf Reaktionen. Wer hat Erfahrungen als Teilnehmer, Lehrer, Juror, Konzertbesucher, ... ? bin schon ganz gespannt!! ...
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Themen-Optionen |
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#1
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Was haltet ihr von dem Wettbewerb "Jugend Musiziert" ?
Ich möchte (vorerst) gar nichts dazu sagen und warte erst einmal auf Reaktionen. Wer hat Erfahrungen als Teilnehmer, Lehrer, Juror, Konzertbesucher, ... ? bin schon ganz gespannt!!
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l'art pour l'art Wer stark ist, kann es sich erlauben, leise zu sprechen. - T. Roosevelt |
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#2
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... findet sich unter http://www.nmz.de/nmz/nmz2001/nmz06/kupo-mantel.shtml.
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#3
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Frisch und fröhlich, frei heraus: Ich hasse "Jugend musiziert".
Und auch alle anderen Formen von Wettbewerben für Kinder und Jugendliche. Ich wurde in meiner Kindheit regelrecht gezwungen bei diversen Veranstaltungen mitzuwirken, obwohl es mich sowas von überhaupt nicht interessierte. Und zwar damals schon. Ich konnte dieses "Kräftemessen" nicht leiden, dieses "Hach, meine Tochter/Sohn spielt schon dieses und jenes" und "Was hab ich doch für ein begabtes Kind." Dazu kommt noch, dass sich in Wahrheit ja eigentlich der Lehrer dort profiliert, wenn er besonders gute Schüler hinschickt, die sämtliche Preise abräumen. Mich persönlich konnten auch diverse Preise und Urkunden nicht von der Notwendigkeit solcher Veranstaltungen überzeugen. |
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#4
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Ich finde es ganz okay, da es ein Ziel gibt, auf das junge Musiker hinarbeiten können. Ausserdem: wenn man selbst man einen Schüler dort anmeldet und der gut abschneidet, ist man dann doch ganz schön stolz...
Und noch ein Aspekt, wieder aus Lehrersicht: z.B. für Bläser und Streicher werden bei "Jugend musiziert"" immer Begleiter gesucht, ich frage bei entsprechenden Anfragen auch immer Schüler vom mir, ob sie es machen wollen und wir studieren das dann zusammen ein. Auch ein schönes Ziel.... Aber insgesamt halte ich auch nicht so viel davon, Musik unter Wettbewerbsaspekten zu machen. |
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#5
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Aus Lehrersicht hast du bestimmt recht, aber aus ehemaliger (sehr ehemaliger
Zumal die Ansprüche, die heutzutage speziell bei Jugend musiziert gestellt werden, ja immer haarsträubender und unrealistischer werden. Wenn ein 10jähriger Moszkowski Etüden und ein 14jähriger Liszt Rhapsodien spielt, dann hat es für mich nichts mehr mit echtem und fairem Wettbewerb zu tun, dann ist es nur mehr ein "sich-übertreffen-wollen". |
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#6
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In einer Seite stimme ich Toccata zu auf der anderen nicht, denn es ist doch eigentlich schön wenn junge Musikanten mal sehen können was andere in ihrem alter schon können.
Ist doch ganz interessant, wenn sich die Jungen (und Damen) messen können |
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#7
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aber nicht so schön ist es, wenn Eltern ihre Kinder schon mit 3-4 Jahren täglich mehrere Stunden ans Klavier zwingen, speziell im asiatischen Raum ist das ja scheinbar öfters der Fall
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#9
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neeeein Lang Lang ist nichts besonderes, außer Flohwalzer kann der ja nix
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#10
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@ Toccata:
und oft genug sind es wohl die Eltern oder die Klavierlehrer, die da einander übertreffen wollen...... Du hast recht, es ist auch aus meiner Sicht durchaus verwerflich, Kinder zu drillen um an ihnen eigene Träume verwirklicht zu finden. Der Grat zwischen Förderung einer Begabung und unlauterem Zwang ist wirklich schmal.... Aber die Veranstaltung JM ist nicht an sich "böse", es liegt wohl eher daran, wie man es handhabt. Ich nehme das jetzt mal als Anregung, immer verantwortungsvoll darüber nachzudenken, wen ich mit welchen Zielen dort hinschicke. |
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