Top

Klavierspielen & Klavierüben

Richtige Interpretationen gelingen nur, wenn man schonmal verliebt war! -Wirklich?

edit.................. ...

Antwort
 
Themen-Optionen
  #1  
Alt 26.09.2008, 07:55
 
Sabri Sabri ist offline
Erfahrener Benutzer
ist taktvoll
 
Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 899
Standard Richtige Interpretationen gelingen nur, wenn man schonmal verliebt war! -Wirklich?

edit..................

Geändert von Sabri (25.10.2009 um 02:06 Uhr).
Mit Zitat antworten
Anzeige
  #2  
Alt 26.09.2008, 08:37
Benutzerbild von Dimo
Dimo Dimo ist gerade online
Moderator und Clavio-Förderer
zeigt sich von der Schokoladensaite
 
Registriert seit: 10.10.2007
Ort: Mainz
Beiträge: 1.622
Blog Einträge: 11
Standard

Hallo Sabri,

das erinnert mich an ein Erlebnis aus meiner aktiven Chorsängerzeit.
Wie haben den "Paulus" von Mendelssohn gesungen (übrigens eins meiner Lieblingsstücke), darin gibt es einen Chorsatz: "Sehet, welch eine Liebe".
Und unser Chorleiter hat uns praktisch genau den gleichen Tipp gegeben wie Dir Deine Klavierlehrerin.
Es klang tatsächlich gleich viel, viel schöner...

Um welches Stück geht es denn in der Diskussion mit Deiner Lehrerin?

Ich denke, generell ist es schon so, dass eigene "Lebenserfahrungen" und Gefühle, die man selbst erlebt hat (gleich welcher Art) bei der eigenen Gestaltung von Musik helfen.

Wenn man diese Erfahrungen selbst noch nicht hat, kann man natürlich auch versuchen, sie auf andere Weise irgendwie "nachzuvollziehen" (z. B. aus Erzählungen, einem Film, usw.)

Viel Erfolg!
__________________
Man kann immer lernen, sei es von einem Genie, sei es von einem anmaßenden Menschen. (Carl Flesch)

Die Meisten legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut. Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch. (Erich Kästner)
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 26.09.2008, 09:06
 
Haydnspaß Haydnspaß ist offline
Clavio-Förderer
wirbelt über die Tasten
 
Registriert seit: 22.02.2007
Beiträge: 4.922
Standard

"Richtige Interpretationen gelingen nur, wenn man schonmal verliebt war! -Wirklich?"

Also das ist nun wirklich der größte Blödsinn

okay, ich kann nicht schreiben "den ich jemals gehört habe", da einer meiner Musiklehrer am Gymnasium auch der Überzeugung war, aber das ist ein typisches Denken der Kitschromantik. Sorry, ich kann da wirklich nur drüber lachen.
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 26.09.2008, 09:36
 
Sabri Sabri ist offline
Erfahrener Benutzer
ist taktvoll
 
Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 899
Standard

edit.............

Geändert von Sabri (25.10.2009 um 02:06 Uhr).
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 26.09.2008, 13:58
 
Barpianodilettant Barpianodilettant ist offline
Erfahrener Benutzer
übt eifrig
 
Registriert seit: 18.08.2007
Beiträge: 258
Standard

Zitat:
Oder von Liszt Consolation Nr.3: Auch eigentlich ein Stück zum "vom Blatt spielen", aber ich konnte mich interpretatorisch anstrengen wie ich wollte - es war nie ganz so, wie es sein sollte (und wenn dann nur durch Zufall).
Nana, das klingt auch eni bisschen überheblich, sooo einfach ist das nun auch wieder nicht. Und beim Vom-Blatt-Spielen kann man auf die Interpretation ja kaum verzichten (die Dir ja wohl nur schwer gelingt).
Nur am Notenfressen?
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 26.09.2008, 14:06
 
Sabri Sabri ist offline
Erfahrener Benutzer
ist taktvoll
 
Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 899
Standard

edit...............

Geändert von Sabri (25.10.2009 um 02:06 Uhr).
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 26.09.2008, 14:40
 
Barpianodilettant Barpianodilettant ist offline
Erfahrener Benutzer
übt eifrig
 
Registriert seit: 18.08.2007
Beiträge: 258
Standard

okay,

natürlich reden wir über das gleiche Stück.
Naja, dann ist das aber doch Tastendrücken und nicht Spielen.
BTW: die Interpretation Rubinsteins gefällt mir nicht gut, v.a. verglichen mit
Horowitz (in Wien).
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 26.09.2008, 16:20
 
ubik ubik ist offline
Erfahrener Benutzer
zeigt sich von der Schokoladensaite
 
Registriert seit: 06.01.2007
Beiträge: 1.874
Standard

Zitat:
Zitat von Haydnspaß Beitrag anzeigen
okay, ich kann nicht schreiben "den ich jemals gehört habe", da einer meiner Musiklehrer am Gymnasium auch der Überzeugung war, aber das ist ein typisches Denken der Kitschromantik. Sorry, ich kann da wirklich nur drüber lachen.
Hm. Was feststeht ist, dass Musik Gefühle verstärken kann. Wenn man also traurig ist, hört man besser traurige Musik. Wenn man depressiv ist, hört man Rachmaninov .

Warum denn nicht auch umgekehrt? Sich an Gefühle erinnern, an Schmerz, usw... und dieses mit in die Musik reinbringen. Nicht alles in der Musik ist mit der Vernunft auffassbar!
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 26.09.2008, 17:04
Benutzerbild von Guendola
Guendola Guendola ist offline
Erfahrener Benutzer
wirbelt über die Tasten
 
Registriert seit: 27.07.2007
Beiträge: 4.335
Blog Einträge: 12
Standard

Wenn man ein Gefühl nicht kennt, kann man es schwerlich nachvollziehen. Ein Stück über das Verliebtsein ist also nicht so leicht zu interpretieren, wenn man noch nie verliebt war. Deswegen behaupte ich ja, daß man zum guten Klavierspielen ein einigermaßen funktionierendes Gefühlsleben benötigt.

Aber daß sich verliebt sein auf die Spielfähigkeit im allgemeinen auswirken soll, ist natürlich Blödsinn.

Aber verliebt gewesen ist doch ziemlich jeder schon mal, das geht auch ohne sexuelle Reife - sei es nun der Junge von Nebenan, die erste Katze oder Samson von der Sesamstraße. Sowas passiert schon im Kindergarten!

Aber die Äußerung deiner Klavierlehrin zeigt mal wieder, wie verklärt manche Kunst sehen. Es gibt nämlich auch häßliche und gewalttätige Musik. Um die zu spielen, muß man auch nicht gleich zum Glöckner oder Mörder werden.
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 26.09.2008, 17:04
 
killmymatrix killmymatrix ist offline
Erfahrener Benutzer
macht große Fortschritte
 
Registriert seit: 20.01.2007
Beiträge: 665
Blog Einträge: 2
Standard

Ich könnte mir schon vorstellen, dass die gespielte Musik objektiv intensiver interpretiert wird, dass bei einem langsamen, traurigen Satz die Schlusstöne leise wie nie klingen oder dass eine aggressive Musik nach einem Streit deutlich schneller und intensiver aber damit womöglich noch authentischer interpretiert wird.

Die Aussage "Richtige Interpretationen gelingen nur, wenn man schonmal verliebt war" finde ich aber ähnlich wie Haydnspaß dann doch übertrieben. Aber sich in den entsprechenden Gefühlszustand, den man vermitteln will, zumindest ansatzweise zu versetzen (schließlich sollte man sich nicht soweit mitreißen lassen, dass es das eigene Spiel negativ beeinflusst) kann ja doch zu einem gelungenen Vortrag beitragen.
Mit Zitat antworten
Anzeige
Antwort


Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Verliebt ... Sulan Klavier/Keyboard kaufen, reparieren... 13 20.02.2010 10:45
Überblick der Interpretationen cosmicray Feedback 2 05.05.2008 20:16
Schubert Kinderszenen - zwei Interpretationen Guendola Werke, Komponisten, Musiker 2 03.02.2008 02:39
Tord Gustavsen - schonmal gehört ? Koan Klavier und Jazz 1 17.02.2007 17:32
Interpretationen und so munkee Sonstiges 1 06.11.2006 15:23


BEI CLAVIO IM SHOP

Neu: Online-Videokurs mit Franz Titscher
Bottom
Powered by vBulletin® Version 3.6.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2010, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.0.0
Raschke & Schmahl GbR
vB Ad Management by =RedTyger=