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Piano Repetitionsmechanik von Langer
Hallo, Ich habe zur Zeit eine tolle Arbeit an einem Pianola von 1911/12 Die Mechanik musste ich komplett zerlegen und beim Zusammenbau dachte ich, diese zusätzliche Feder an der Stoßzunge sollte ich filmen. Hier nun die Mechanik auf Youtube... http://www.youtube.com/watch?v=UOV6Khfk4cg Die ...
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#1
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Hallo,
Ich habe zur Zeit eine tolle Arbeit an einem Pianola von 1911/12 Die Mechanik musste ich komplett zerlegen und beim Zusammenbau dachte ich, diese zusätzliche Feder an der Stoßzunge sollte ich filmen. Hier nun die Mechanik auf Youtube... http://www.youtube.com/watch?v=UOV6Khfk4cg Die Repetition ist wegen dieser zusätzlichen Feder ausgezeichnet und steht einer modernen Flügelmechanik um nichts nach. LG Michael
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Hat man Töne, will man schöne - diese auch für lange Zeit. Dafür bin ich stets bereit! |
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#2
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Zitat:
das hört sich faszinierend an!!! Ich hatte bisher die Erfahrung gemacht, dass Klaviere deutlich schlechter repetieren als Flügel - jedenfalls wenn das Repetieren sehr sehr schnell sein muss (Liszt Tarantella, Mephistowlzer; Ravel Scarbo usw.). Speziell leises sehr schnelles Repetieren weist deutliche Unterschiede auf: auf einem gut regulierten Steinway- oder Bechsteinflügel kann man sich auf das Instrument und seine Mechanik verlassen, auf Klavieren dagegen wird der Klang an solchen Stellen uneinheitlich (entweder zu laut, oder es fehlen schlicht einige Töne). Und die Repetitionsmechanik, die Du beschreibst, hält wirklich dem Vergleich mit guten Flügeln stand? Welche Klaviere haben diese Mechanik? Gruß, Rolf |
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#3
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Hallo Rolf,
Dieser Mechaniktypus ist ausgestorben. Ich hatte so eine Mechanik aber schon mal in einem Bechstein gesehen und hin und wieder kommt mir wieder eine unter. Durch die Schwerkraft hat man den Hammer beim Flügel bildlich gesehen auf dem Finger liegen und ist dadurch in der Lage, kontrollierter was die dynamischen Möglichkeiten betrifft, nach oben zu schleudern. An dieser Pianomechanik muss man aber keine Angst haben, dass der Hammer zurück fällt, ehe die Stoßzunge untergreift und daher bei schnellem Anschlag kein Ton kommt. Nach dem Lösen vom Fang bleibt der Hammer einfach stehen oder geht sogar wie bei der Flügelmechanik richtung Saite, wodurch sehr schnelle Anschläge möglich sind. Kein Vergleich zur der heute üblichen Pianomechanik. LG Michael
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#4
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Weshalb ist diese Mechanik dann ausgestorben? Das schnelle Repetieren, was sie ermöglicht ist ja ein klarer Vorteil gegenüber der "neuen" Mechanik, durch welche sie abgelöst wurde. Wo also steckt der Haken dieser Repetiermechanik?
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Vorsicht - dieser Post könnte verschluckbare Kleinteile (auch eigene Meinung genannt) enthalten. |
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#5
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hallo Michael,
erst mal vorweg: ich glaube einem Fachmann wie Dir, dass diese Klaviermechanik viel leistet. Ich stelle eine ganz andere Frage: warum wird diese "ausgestorbene" Technik bzw. Mechanik nicht wiederbelebt? Klaviere, die schnell und präzise wie Flügel repetieren, wären eine tolle Sache!!! Ist das - warum auch immer - in Vergessenheit geraten? Oder dominieren irgendwelche Hersteller oder Patente da den Markt? herzliche Grüße, rolf |
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#6
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Die Firma Sauter verwendet doch seit einiger Zeit - zumindest bei seinen größeren Klavieren - ebenfalls Federn, um das Repetierverhalten der Klaviermechanik dem eines Flügels anzunähern...
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#7
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Meines Wissens hat auch Steingräber eine neue Weiterententwicklung von Renner Mechaniken, die unter Verwendung von Magneten ein dem Flügel ähnliches Spielgefühl erreichen soll. Ich habe mir das aber noch nicht angeschaut, geschweige denn die Mögichkeiten, dass wirklich einem objektiven Test zu unterziehen.
Grüße, Kristian |
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#8
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Tolles Video, Michael! Wer hat eigentlich das Klavier gebaut?
Zitat:
Für die Hersteller wird es immer um die Frage gehen, wieviel besser sein Produkt ist, aber auch, ob es für einen teureren Preis dann noch konkurrenzfähig ist. Der Unterschied im Repetierverhalten wird nur für eine kleine Gruppe fortgeschrittener Spieler wirklich entscheidend sein, so dass ein solches Instrument für den Hersteller nicht unbedingt massenwirksam besser zu verkaufen sein wird, als mit der "normalen" Mechanik. Anders gesagt: der Markt für Oberklasse-Klaviere ist nicht eben groß. Die wenigen Profis, die es betrifft, kaufen ohnehin den Flügel. Ich könnte mir vorstellen, dass in dem hier gezeigten Klavier die Nutzung der "Doppelrepetitionsmechanik" auch deshalb in Erwägung gezogen wurde, weil es ein Pianola ist. Die Einspielungen wurden ja von Pianisten durchgeführt, womöglich auch am Flügel, so dass bei der Wiedergabe das Instrument den Papierrollen "folgen" können muss. Das ist aber nur eine Spekulation. |
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#9
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Hallo Jensen,
Besser hätte ich es auch nicht beschreiben können warum diese Mechanik ausgestorben ist. Sie ist nicht nur im Herstellungsverfahren teurer, sondern auch bei der Wartung. Und wer von den Klavierspielern spielt schon Liszt Tarantella, Mephistowalzer; Ravel Scarbo usw. Mir liegen keine Zahlen vor, aber bestimmt nicht mehr als 0,05% - und dafür ist der Aufwand wirklich sehr hoch. Ein nicht zu unterschätzendes Wörtchen haben vielleicht noch die Klaviertechniker mitzusprechen, die meistens gleichzeitig Händler sind, wenn es darum geht, so eine Mechanik populär zu machen. Falsch gewartet und verstellt ist die teuerste und komplizierteste Mechanik nicht mehr Wert als ihre billigsten und einfachsten Kollegen. Das ist übrigens ein Grund, weshalb sich die Wiener Mechanik im Flügelbau so lange (In Wien bis etwa 1930) behaupten konnte. Nicht weil sie besser war, sondern sehr einfach zu warten. LG Michael NS. Das Klavier ist von Steck
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Hat man Töne, will man schöne - diese auch für lange Zeit. Dafür bin ich stets bereit! Geändert von klaviermacher (03.03.2010 um 12:08 Uhr). |
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#10
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Michael,
könntest Du uns erklären, wo da der Unterschied zur RR-Mechanik von Sauter liegt? Dank und Gruß, Friedrich |
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