Klavier/Keyboard kaufen, reparieren...

Verbaut mir ein Digitalpiano eine gute pianistische Entwicklung?
Hallo zusammen, ich möchte mit dieser Frage nicht zum X-ten Male einen "Glaubenskrieg" auslösen, den es eh nicht zu gewinnen gibt. Ich stelle mir, obwohl oder gerade weil ich noch am Anfang meiner Entdeckungsreise am Klavier stehe, jedoch die aufgeworfene Frage nun jedoch schon seit ...
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#1
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Hallo zusammen,
ich möchte mit dieser Frage nicht zum X-ten Male einen "Glaubenskrieg" auslösen, den es eh nicht zu gewinnen gibt. Ich stelle mir, obwohl oder gerade weil ich noch am Anfang meiner Entdeckungsreise am Klavier stehe, jedoch die aufgeworfene Frage nun jedoch schon seit einiger Zeit. Ich habe im Juli 2009 mit Klavierunterricht begonnen und habe mich zu dem Zeitpunkt dafür entscheiden, mir ein digitales Piano zuzulegen (Clavinova CLP 370) und zwar insbesondere aus folgenden Gründen: - ich wollte mich gerade für die Testphase, ob das Klavier etwas für mich ist, in einem überschaubaren finanziellen Rahmen bewegen (und da waren mir Silentklaviere bspw. schlichtweg zu teuer) - unter mir wohnen unfassbar sensible Nachbar - ich hatte und habe bescheiden wenig Ahnung was für ein "richtiges" Klavier wohl das richtige für mich wäre Im Grunde genommen bin ich mit dem Ding auch recht zufrieden und mein Klavierlehrer ist es mit meiner bisherigen Entwicklung soweit auch, also kann es bis hierhin ja nicht ein vollkommen ungeeignetes Instrument sein. Jedoch stelle ich mir wie gesagt die Fragen, ob mir diese Form des Klavieres etwa - Teile pianistischer Entwicklung gänzlich verbaut (wobei diese Frage wohl eher perspektivisch zu sehen ist) - Bestimmte Entwicklungen "versaut" (Anschlag, Klanggestaltung, etc) - dazu führt, dass ich für das Erreichen eines bestimmten Levels mehr Aufwand aufbringen muss, weil das Instrument möglicherweise "suboptimal" ist Wenn ich beim Unterricht am Flügel meines Klavierlehrers sitze, dann habe ich auf der einen Seite zwar Probleme, weil dieses Instrument ganz anders auf mein Spiel reagiert und eine Klanggestaltung ermöglicht die ich daheim nicht habe und auch eine ganz anderes Anschlagsverhalten hat...usw Nun weiß ich aber auch, dass ich im speziellen noch ganz andere Probleme habe, die eigentlich nichts mit der Art des Klaviers was ich zuhause habe zu tun hat - ich bin Anfänger und da liegt es wohl in der Natur der Sache, dass ich einfach noch nicht sicher genug bin, egal welche Form von Flügel oder Klavier - es ist eine Vorspielsituation und die verschärft den vorgenannten Punkt Daher möchte ich gerne auf diesem Wege einen Gedankenaustausch anregen, der auf möglichst objektivem Wege Erfahrungen derjenigen hier zusammenbringt, die entweder selbst hinreichend mit einem Digitalpiano gearbeitet haben oder es nach wie vor tun, bzw. von einer zeitlich ausreichenden Beobachtung Digitalpiano-Spielender und deren Entwicklung berichten können. Ich vermute, dass es vielleicht durchaus Mehrere gibt die sich in meiner oder ähnlicher Situation befinden und denen es helfen würde fernab einer Schwarz-Weiß-Diskussion "Digital oder Akustisch" darüber Infos zu bekommen. Für mich gibt es im Grunde einen Idealzustand: Einen Flügel. Das Leben besteht jedoch nunmal auch regelmäßig aus Kompromissen. Mir geht es nur darum, ob das im Grunde eine Sache ist, die einen erst ab einem bestimmten erreichten Niveau interessieren muss oder ob es schon auf dem Wege dahin die genannten Probleme aufwirft... Über Feedback und einen konstruktiven Austausch würde ich mich sehr freuen Es grüßt Musicus |
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#2
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Hallo musicus,
meine rein persönliche Meinung zu Deiner Fragestellung: ich finde nicht, daß das Üben und Lernen auf dem digitalen Piano (Clavinova 370) negative Auswirkung auf dein Spiel auf einem sogenannten "normalen" Klavier beeinträchtigen kann, und hier noch ein Link, der dies untermauert: http://yamaha-clavinova.de/clavinova-warum Viel Freude am Lernen und Spielen Michael |
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#3
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Hi Musicus,
das ist ein wichtiges Thema. Wie sooft kommt es auch auf Deine Ziele und Ambitionen an. Mit dem akustischen K bist Du immer auf der sicheren Seite. Aber lästige Nachbarn sind auch eine großes Übel. Auch wenn sie da rechtlich nichts machen können, wenn Du die Ruhezeiten beachtest. Wo solls denn pianistisch hingehen? LG |
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#4
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Zitat:
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#5
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"Das Interessante dabei ist, dass ein Clavinova oft sogar besser klingt als ein durchschnittliches Klavier."Das ist ja gerade das Problem. Ein Digitalpiano klingt immer schön, egal wie man den Ton anschlägt. Bei einem Klavier muss man erst herausfinden, durch welche Bewegung ein Ton schön gemacht wird. "Vom ersten Tage an spielen Sie und Ihr Kind so an einem gleichwertigen Klavierersatz mit einem Anschlag, der grundlegend einem echten Klavier gleicht."Stimmt schon mal gar nicht. Ich hab ein Clavinova und ein Klavier. Der Anschlag am Klavier ist ganz anders. Diese Seite stammt vom Hersteller selbst. Würde ich mir gar nicht erst durchlesen. Ich mache es immer so, weil ich in einer Mietswohnung wohne: Erst lerne ich ein Stück auf dem Clavinova auswendig, dann gehe ich ans Klavier und spiele es und verbessere die Einzelheiten. |
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#6
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Zitat:
Davon abgesehen finde ich aber nicht, daß Digipianos einem irgendetwas "verbauen". Viele Aspekte des Klavierspiels sind erstmal unabhängig vom Instrument: Notenlesen, Handhaltung, Fingersatz, Rhythmus, Dynamik, Artikulation, Agogik, Pedal, musikalischer Vortrag allgemein. Aber man hat halt ein Defizit in Bezug auf die Klanggestaltung. Wenn man also nicht nur so ein bißchen klimpern will, sondern ernsthaft (klassische) Musik machen will, kommt man früher oder später um die Anschaffung eines akustischen Instruments nicht herum. Und btw. macht das Üben auf einem akustischen Instrument auch viel mehr Spaß Geändert von Haydnspaß (29.01.2010 um 09:48 Uhr). |
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#7
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Hallo Musicus,
ich habe da relativ deutliche Erfahrungen. Die meisten Klavierspieler und Schüler, die ich bisher getroffen habe, hatten Motivationsprobleme, wenn sie über längere Zeit ausschließlich auf E-Pianos gespielt und geübt haben. Außerdem stellte sich eine bestimmte Art von Klangsinnigkeit selten ein. Letzteres trifft natürlich hauptsächlich auf klassisches Klavierspiel (Jazz ist hier eingeschlossen) zu. Wenn diese Leute dann z.B. mal auf einem guten Instrument gespielt haben, war das immer wie eine neue Welt. Ich glaube am Anfang merkt man das auch noch nicht so und es hängt auch stark davon ab, auf welchem Niveau man schon ist, wenn die eigene Klangvorstellung schon weiter entwickelt ist. Ich selbst habe auf Reisen hin und wieder Fingersätze auf solchen Geräten gemacht, wenn es keine anderen Möglichkeiten gab. Ich würde ein Instrument einem Gerät in jedem Fall vorziehen. Beste Grüße Claudius |
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#8
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Hi Musicus,
natürlich ist der Anschlag "anders"... aber... setz dich mal in einem Klaviergeschäft an 10 unterschiedliche Klaviere... da wirst Du feststellen, dass der Anschlag dort auch bei jedem Instrument "anders" ist und manchmal gravierend anders. Nimm im Vergleich zu Deinem CLP 370 mal einen neuen Yamaha-Flügel, dort wird der Anschlag wahrscheinlich sehr ähnlich sein. Ich wechsle täglich, je nach Uhrzeit, von einem CLP 170 auf einen kleinen Ibach-Flügel... nach einer kurzen Umgewöhnungzeit ist das gar kein Problem. Ich vergleiche das immer mit verschiedenen Autos. Da ist das Grundprinzip und die Bedienelemente auch gleich und trotzdem... muss man sich an jedes Fahrzeug neu gewöhnen. Vielleicht noch ein Tip: Ich habe bei meinem CLP die Anschlagskurve auf "hard" stehen, damit komme ich am besten klar. Und ich stelle das Digi immer auf eine grosse Lautstärke (so, dass bei einem FF nahezu Maximallautstärke erreicht wird)... nur so kann man wirklich dynamisch spielen und das Laut-/Leise-Spiel entspricht dem eines Klavieres. Sollte es dann für die Nachbarn zu laut sein... Kopfhörer |
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#9
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also ich übe in der letzten zeit hauptsächlich auf einem yamaha p60 und bin schon relativ weit fortgeschritten (spiele 12 jahre). der anschlag ist auf dem teil schon sehr ander als an nem flügel und die tasten sind ungewöhnlich tief (aber das ist wohl eher als vorteil zu werten?!).
auf jeden fall erreiche ich auf diesem ding oftmals NICHT den gewünschten klang (der bspw. durch spezielles anschlagen einer taste erzielt wird). was haltet ihr überhaupt von diesem e-piano? |
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#10
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Die Themen Anschlag und Klang sind ja schon angesprochen worden.
mich ödet das Handling und der Klang eines Digitalpianos total an, ehrlich gesagt. Da ist kein Leben drin. Für mich ist ein Digitalpiano nur fürs Grobe geeignet. Und wenn die Nachbarn zu lästig werden. ![]() Ich könnte glatt die Lust am Klavierpielen verlieren, wenn ich nur ein Digi hätte. PianoAktiv, "Gerät" ist eine treffende Bezeichnung, da kann man dran technische Übungen machen, aber keine Musik. Es wird ja erst interessant, wenn man mit Klangfarben und Anschlagsarten experimentieren kann.
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"Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu machen" Aristoteles (384-322 v. Chr.) |
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