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Klavier/Keyboard kaufen, reparieren...

Lautsprecher KAWAI CA-18

Vollständigkeitshalber, hier auch noch der Bericht zu meiner Suche: Gestern wars soweit - in dem Laden stand ein CA-63 (mein Favorit Nr. 1), ein CA-18 (Favorit Nr. 2), ein Yamaha CLP-370 und jede menge akustischer Klaviere - praktisch alles nebeneinander, so dass es sich gut vergleichen liess. Ich ...

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  #21  
Alt 28.02.2010, 08:27
 
Barnie Barnie ist offline
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Vollständigkeitshalber, hier auch noch der Bericht zu meiner Suche:

Gestern wars soweit - in dem Laden stand ein CA-63 (mein Favorit Nr. 1), ein CA-18 (Favorit Nr. 2), ein Yamaha CLP-370 und jede menge akustischer Klaviere - praktisch alles nebeneinander, so dass es sich gut vergleichen liess. Ich habe gute zwei Stunden lang die Verkäufer und die Kunden in dem Laden geplagt . (wer will denn schon über Kopfhörer spielen ) Kurzes Resume: Ich bin mit dem CA-63 nicht warm geworden. Die Tastatur ist schwerer gewichtet als beim CA-18 und dieses wiederrum einen hauch schwerer als Yamaha. Das Repetitionsverhalten ist klar besser als beim CA-18. Mann hat das Gefühl, als schlage die Taste am Anschlag einen Gummi an, der sie wieder zurückschleudert. So ganz klavierähnlich ist das nicht, aber es repetiert gut. Die Oberfläche ist dank Ivory griffiger. Mir persönlich, als langjährigem Synthspieler, ist die Tastatur etwas zu schwer. Mein Spiel war auf dem CA63 sehr holprig im Gegensatz zum CA-18 und zum Yamaha. Ein Vergleich mit akustischen Klavieren ergab, dass es sowohl Modelle gibt, die leichter als auch solche, die ungefähr gleich schwer gewichtet sind wie das CA-63. Und trotzdem waren die richtigen Klaviere irgendwie angenehmer zu spielen. Beim CA-63 hatte ich nach einer viertel Stunde fast schon Krämpfe in den Händen. Die lösten sich sofort, als ich zu den richtigen Klavieren gewechselt habe, obwohl die richtigen wie gesagt zum Teil auch recht schwer gewichtet waren. Beim Yamaha CLP-370 ist mir etwas seltsames aufgefallen, die Tasten dort braucht man nur anschupsen - ab ca. 1/3 Laufweg versenken sie sich fast von selbst. Eine Eigenschaft, die ich bei richtigen Klavieren so nicht nachvollziehen konnte. Das CA-18 hatte das auch ein Bisschen aber nicht so extrem ausgeprägt wie beim Yamaha. Beim CA-63 gabs das garnicht, die muss man richtig "durchdrücken". Weiter ist mir aufgefallen, dass die Senktiefe bzw. der Laufweg der Tasten bei den richtigen Klavieren deutlich kürzer war als bei den Digis. Kann das sein oder täuscht da was??

Naja, wieauchimmer - die Tastatur war nicht das einzige womit ich beim CA-63 nicht klar kam. Der zweite Grund ist der Lautsprecherklang - alles klingt leicht hohl und topfig. Das CA-18 klingt im Vergleich, trotz schwächerer LS-Bestückung, offener und direkter und die Bässe sind nicht so übertrieben wie beim CA-63. Nur bei den grössten Klavieren fand ich soo dominante Bässe wie beim CA-63. Ich frage mich echt was die da angestellt haben, dass das CA-63 trotz besserer Voraussetzungen im Lautsprecherbereich, irgendwie nicht so harmonisch klingt wie das CA-18. Auch die hohen Töne waren beim CA-63 viel zu laut im Vergleich zum Rest. Ich traute mich teilweise garnicht die voll anzuschlagen... (EQ war ausgeschaltet, das habe ich kontrolliert) Ich kann jetzt auch die Kritik von Monaco verstehen, aber ich glaube nicht, dass es nur an den Samples liegt, die klingen über Kopfhörer ganz gut. Meiner Meinung nach ist es das Zusammenspiel mit den Boxen, das hier nicht so richtig klappen will... Ach ja, worüber ich auch noch erstaunt war ist, dass das CA-18 auch lautstärkemässig mit dem CA-63 bis auf die Bässe praktisch mithalten konnte - obwohl es kleinere Boxen und viel schwächere Verstärker hat.


Schade... Eigentlich war ich der festen Überzeugung, dass es ein CA-63 wird. Bin echt überrascht über das Resultat meiner Hörprobe. Momentan überlege ich mir, ein CA-18 fürs Wohnzimmer zu kaufen und mit dem gesparten Geld ein billiges Masterkeyboard am PC als Kompensation für die fehlenden Funktionen des CA-18...

Naja, muss wohl noch ein paar mal drüber schlafen....

Grüsse
Barnie

Geändert von Barnie (01.03.2010 um 13:11 Uhr).
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  #22  
Alt 01.03.2010, 15:40
 
Barnie Barnie ist offline
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Hier noch eine aktualisierte Liste der Vor- und Nachteile:

CA-18 Vorteile:
Optik
Holztasten
präziser in den Bässen als CN-32
Gewichtung der Tasten ideal für mein Empfinden
schöner Klavierklang über Boxen

CA-18 Nachteile:
etwas träges Repetitionsverhalten
keine Saitenresonanz - dadurch Pianoklang etwas steril
kein MIDI und nur ein brauchbarer Klavierklang
kein Line-In/Out (zusätzliches Mischpult nötig um z.B. Ipod anzuschliessen)
keine Transponierfunktion (kann nicht alles dazu singen)
nicht Layerfähig


CN-32 Vorteile:
Midi (kann Klänge bei Bedarf erweitern)
Line-In (kann Ipod anschliessen ohne Mischpult)
Transponierfnktion (kann dazu singen)
schöner Klavierklang über Boxen - kräftiger als beim CA-18
Saitenresonanz
besseres Repetitionsverhalten als CA-18
relativ günstig
Tastatur liegt mir gut
Layerfähig

CN-32 Nachteile:
Optik - viel sichtbare Technik - man sieht sofort, dass es ein DIGI ist
Tastatur evtl. zu leichtgängig auf Dauer
Pianoklang in den Bässen etwas undefiniert/schwammig


CA-63 Vorteile:
Midi (kann Klänge bei Bedarf erweitern)
Line-In (kann Ipod anschliessen ohne Mischpult)
Transponierfnktion (kann dazu singen)
Holztasten + Ivory
besseres Repetitionsverhalten als CA-18
Saitenresonanz
Key Off
Optik
einstellbarer EQ
stärkere Boxen als bei den anderen
Layerfähig

CA-63 Nachteile:
mir persönlich fast zu schwere Tastatur
Klang über Boxen hohl und topfig
viel sichbare Technik (Anschlüsse, Bedienfeld links neben der Tastatur)

Auch wenn ich jetzt endlich ein DIGI will, werde ich dem CA-63 noch eine Chance geben und es mir nochmal in einem anderen Raum anhören. Der Raum wo ich am Samstag die Vergleiche gemacht habe, war akustisch sehr suboptimal weil zu viele glatte und reflektierende Flächen da waren - ich sass praktisch in einem grossen Schaufenster aus Glas mit gefliesstem Boden und glatter Betondecke…

Die finanzielle Situation hat sich übrigens gelöst - es ist ein unerwarteter Geldsegen eingetreten, so dass es von dem her egal ist welches der drei Modelle es wird...

Geändert von Barnie (01.03.2010 um 16:32 Uhr).
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  #23  
Alt 01.03.2010, 16:38
 
jac jac ist offline
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Hi Barnie,

schade, dass dein erster Eindruck vom CA63 leicht enttäuschend war. Ich an deiner Stelle würde tatsächlich auf jeden Fall noch mal probehören. Natürlich ist vieles sehr subjektiv, aber ich kann deine Erfahrungen nach jetzt etwas über 4 Wochen CA63 nicht teilen:

Die Tastatur ist eigentlich etwas leichter gewichtet als das CLP370. Es kommt dir vielleicht etwas stärker gewichtet vor, weil die Trägheit wegen der langen Holztasten (wie bei einem Klavier) größer ist. Ich glaube, da ist viel Gewohnheit dabei, ich bin eigentlich überzeugt, dass nach einiger Gewöhnung du von der Tastatur begeistert sein wirst. Neben vielen aktustischen Klavieren habe ich bis vor kurzem nur Yamaha CLP-Modelle gespielt und fand den Anschlag auch ganz okay. Beim ersten Spielen auf dem CA63 dachte ich zunächst auch, da stimmt etwas nicht, da ich damit nicht auf einem DP gerechnet habe. Nach kurzer Zeit im Laden hat es mich dann aber gepackt. Das CA63 ist das DP, mit dem ich am gleichmäßigsten und am gefühlvollsten spielen kann. Man kann wundervoll schnelle Triolen etc. spielen, indem man einfach die Trägheit der Tasten für sich arbeiten lässt und leicht und gefühlvoll anschlägt. Ich finde langes Spielen gar nicht ermüdend. Laute und leise Passagen klappen sehr gut.

Der Klang ist natürlich Geschmackssache. Ich finde auch, dass er über Kophhörer sehr gut klingt. ÜBer Lautsprecher sind sie aber auch nicht schlecht. Es gibt ja wirklich viele Klanganpassungsmöglichkeiten: Evtl. einen anderen Piano-Klang heraussuchen, oder die EQ-Settings anpassen (Bass etwas rausdrehen, das ist kein Problem!), oder es liegt an der Anschlagstärke, dann evtl. die Dynamik etwas rausnehmen. Vielleicht war das Piano ja auch auf "Touch" = Dynamik gestellt, dann gibt es extreme Unterschiede zwischen laut und leise, das ist zu extrem. Du kannst auch eine für dich persönlich passende Lautstärkekurve selbst definieren, hab ich gemacht, und das klingt für mein Spiel jetzt noch besser. Es hat Auswirkungen auf den Klang als auch auf das Spielgefühl, da das natürlich auch entsprechend subjektiv unterschiedlich empfunden wird, je nachdem, wie laut der Ton gespielt wird, wenn man eine Taste leicht / fest drückt.

Du siehst, es gibt sehr viele Möglichkeiten, da noch etwas zu optimieren. Und unterschätze den Gewöhnungseffekt nicht! Werf die Flinte nicht zu schnell ins Korn!

Viel Erfolg!
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  #24  
Alt 01.03.2010, 16:55
 
Barnie Barnie ist offline
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Vielen Dank für deine Einschätzung! Bin froh um jede fremde Meinung bzw. Anregung. Ich kann es selbst nicht so recht glauben, dass das CA-63 schlechter klingen soll als die zwei günstigeren Modelle. Daher würde ich es ganz gerne nochmal in einem anderen Raum hören. Der Raum wo ich am Samstag war, war wie gesagt alles andere als akustisch für Musik geeignet. Ganz am Anfang meiner Hörprobe fand ich eigentlich alle Digis schrecklich... Bis ich mich an die Akustik etwas gewöht hatte.

Die Funktionen des CA-63 hatte ich übrigens extra noch geresettet auf Werkseinstellungen damit ja nichts falsch eingestellt ist. Aber möglicherweise war auch etwas kaputt bei dem Modell, das ich ausprobiert habe - wer weiss - alles ist möglich...

So wie es jetzt aussieht, tendiere ich fast schonwieder zum CN-32, denn beim CA-18 wären es einfach zu viele Kompromisse... Mit den Nachteilen des CN-32 könnte ich noch leben - vor allem wenn man den Preis bedenkt...

Geändert von Barnie (01.03.2010 um 16:57 Uhr).
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  #25  
Alt 01.03.2010, 16:59
 
jac jac ist offline
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Das CA-18 ist sicher nicht schlecht, aber wie du schon sagst: das kann viel zu wenig, selbst die simpelsten Funktionen fehlen, die durchaus essenziell sein können: MIDI und Transpose! Und ohne Damper Resonanz würde ich auch nicht leben wollen, das ist doch das Salz in der Piano-Suppe (oder wars nur die Saitenresonanz, die fehlt, die ist meiner Ansicht nach nicht so wichtig).
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  #26  
Alt 01.03.2010, 17:32
 
Barnie Barnie ist offline
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Es fehlt nur die Saitenresonanz. Ja mit dem CA-18 bekommt man eigentlich nur die Nachteile eines Digis aber ohne die Vorteile. (bis auf die Möglichkeit mit KH zu spielen natürlich...)
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  #27  
Alt 05.03.2010, 09:45
 
Barnie Barnie ist offline
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Hab gerade ein schwarzes CA-18 bestellt! *freu* Mein Bauch hat mir eigentlich schon lange dazu geraten. Dazu kam vorhin die Info, dass hier in der Schweiz das CA-63 voraussichtlich erst im Mai in die Läden kommen wird und so lange möchte ich nicht mehr warten. (Die Hörprobe hatte ich auf einer Durchreise in Deutschland gemacht.) Ausserdem erfüllt das CA-18 eigentlich alle meine wichtigsten Anforderungen: es ist schön(kommt ins Wohnzimmer), es klingt schön egal ob über Boxen oder KH und es lässt sich gut spielen - sprich die Tastatur liegt mir gut. Für alles andere hab ich ja noch meine Synthies und Computer... Ich denke, dass die Reduktion aufs Wesentliche sogar von Vorteil sein wird, denn so werde ich mich mehr aufs Klavierspielen konzentrieren. Ursprünglich war ja die Idee, ein echtes Klavier zu kaufen, und das hätte ja auch keine technischen Spielereien. Die Entscheidung dann doch ein DIGI zu nehmen kam nur weil ich seltenst laut bzw. meist über KH spielen werde und mir ein silent-Klavier für diesen Zweck dann doch etwas teuer erschien...

So und jetzt freue ich mich mal auf die Lieferung! In ca. 8 Tagen ist es soweit!

Es grüsst euch
der Barnie

Und danke nochmals an alle Beteiligten hier!

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  #28  
Alt 05.03.2010, 13:59
 
jac jac ist offline
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Na dann herzlichen Glückwunsch, und ganz viel Spaß mit deiner Neuerwerbung! Was lange währt wird endlich gut!
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  #29  
Alt 05.03.2010, 16:14
 
Babsbara Babsbara ist offline
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Auch von mir herzlichen Glückwunsch! Wäre schön, wenn du nach einer Weile dann mal beschreibst, wie du damit klarkommst und ob es deinen Vorstellungen auch entspricht!

Sehr viel Vorfreude wünscht dir
Babs
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  #30  
Alt 06.03.2010, 09:10
 
Barnie Barnie ist offline
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Mach ich! Ich stell dann vielleicht ein Foto ein - auch wenns wahrscheinlich keinen Interessiert wie so ein Digi im Wozi aussieht...
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