Klavier/Keyboard kaufen, reparieren...

Beobachtungen beim Spielen eines Digitalpianos
Da ich immer noch kein Kabel zum Aufnehmen meines Digitalpianos habe, benutze ich stattdessen MIDI und ersetze den Klang durch ein VST-Instrument. Die fertigen Produkte sind erstaunlich gleichmäßig in Klang und Lautstärke, ich habe den Eindruck, das benutzte VST-Instrument ist nicht besonders sensibel für Lautstä ...
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#1
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Da ich immer noch kein Kabel zum Aufnehmen meines Digitalpianos habe, benutze ich stattdessen MIDI und ersetze den Klang durch ein VST-Instrument.
Die fertigen Produkte sind erstaunlich gleichmäßig in Klang und Lautstärke, ich habe den Eindruck, das benutzte VST-Instrument ist nicht besonders sensibel für Lautstärke bzw. benutzt einfach zu wenig Samples. p und f klingen ziemlich gleich und vom subjektiven Empfinden her höre ich nur einen geringen Unterschied. Es kann natürlich auch sein, daß ich einfach nicht sensibel genug spiele. Zuhören kann ich eben leider nur per MIDI weil ich ja sonst mit dem Spielen beschäftigt bin. Auf der anderen Seite wiederum erstaunen mich Aufnahmen nicht zu sehr, die Fehler und unsauberen Stellen bemerke ich auch beim spielen. Was habt ihr für Erfahrungen? Kann es auch sein, daß man sich mit Digitalpiano eine flachere Dynamik aneignen kann (abhängig vom Modell natürlich - ich benutze YDP-131)? Im Unterricht ist bislang keine Diskussion entstanden, wenn ich glaube piano oder forte zu spielen, ist es auch piano oder forte. Wenn das nicht mit dem Stück übereinstimmt, kommen meine Lehrerin und ich gleichzeitig drauf. Beispielaufnahme, die mir zu flach vorkommt: http://www.guendola-productions.de/invention_8_01.mp3 (ich weiß, es fehlt ein ton und so weiter....) Anderes VST-Instrument, klingt das besser? P bis FF kann ich anscheinend doch noch... http://www.guendola-productions.de/impromptu2.mp3 Ich glaube, echte Klaviere - und auch mein Digitalpiano - haben ein größeres Klangspektrum, das sich mit der Lautstärke ändert, deswegen klingt es etwas ungewohnt. Geändert von Guendola (23.10.2007 um 19:42 Uhr). |
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#2
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Egal wie gut ein Digipiano oder ein VST-Instrument gesamplet ist: Die Anschlagstärke hat bei MIDI nur 128 Abstufungen. Bei "billigen" Varianten kommt hinzu, dass die Anschlagstärke lediglich durch Lautstärke umgesetzt wird und nicht über den Klang. Diese Abstufungen sind verdammt wenig für das menschliche Ohr, daher wird sich das immer flach anhören. Ich habe mal das VSTI "The GrandII" von Steinberg getestet (mehrere Gigabyte groß, sehr aufwändig gesamplet), da klingt das schon ganz gut. Aber Midi hat gerade bei Anschlagstärke eben seine Grenzen.
Einen flachen bzw. falschen Anschlag kann man sich ganz bestimmt durch ein Digipiano aneignen. |
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#3
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Die Invention klingt für mich total flach und sehr hart. Liegt mglw. am VST-Instrument. Bach hat in seinem Vorwort zu den Inventionen geschrieben, dass sie zum cantabile-Spiel gedacht sind - d.h., dass jede der beiden Stimmen sanglich geführt wird. Da würde ich an deiner Stelle versuchen was zu ändern. Z.B. durch gleiches Phrasieren des Themas, egal ob es in der linken oder rechten Hand liegt, ebenso was die Dynamikgestaltung beider unabhängigen Stimmen angeht.
Das Impromptus ist in dieser Hinsicht besser, klingt aber immer noch rel. flach. Ich glaube schon, dass man sich unterschiedliche Anschlagstechnik anerzieht, je nachdem ob man ständig an einem Klavier oder Flügel oder Digitalkeyboard übt. Z.B. gibt es beim Flügel einen Klangunterschied, ob man einen starken Ton erzeugt, durch Abstoßen des Fingers von der Taste oder durch Runterfallen des Fingers auf die Taste. Im letzteren Fall klingt es eher plautzig und hart, aber nicht rund. Beim Digitalkeyboard ist das alles wurscht, es spielt einzig und allein die Geschwindigkeit des Tastendrucks eine Rolle, da die unterschiedliche Physik (Stichwort Hammerdurchbiegung) des Tastenanschlags wie beim Flügel nicht existiert. 128 Dynamikabstufungen klingt eigentlich nach einer ganzen Menge, die Frage ist nur was sich dahinter an Klangunterschieden bei den Samples verbirgt, und auch ob man beim Spielen in der Lage ist, diese Abstufungen "abzurufen". Billige Keyboards haben meist auch nur ein "digitales" Sustainpedal - an oder aus. Keine Zwischenstellungen für Halb- oder Viertelpedal und so weiter (Jedenfalls mein Kawai MP9500 hat sowas nicht - ebenso nur eine armselige Leisepedal-Realisierung: es wird tatsächlich mehr oder weniger nur leiser, wohingegen es bei einem guten Flügel kaum leiser wird, stattdessen ändert sich die Klangfarbe von strahlend zu weich und warm). Geändert von Mindenblues (31.08.2007 um 08:43 Uhr). |
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#4
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Zitat:
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#5
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Aber hallo, natürlich!
Cantabile muss nicht getragen heißen, man kann auch schwungvoll Gesangsbögen ziehen! Oder ist dein Klangideal, die F-Dur-Invention in einem Lautstärkelevel durchzubrettern, ohne beide Stimmen getrennt sanglich zu phrasieren? Alle Inventionen sind Lehrstücke zum cantablen Spiel, auch und gerade diese populäre F-Dur-Invention. |
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#6
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Zitat:
Mein Pedal hat übrigens Abstufungen. Ich kann sogar hören, wenn die "Dämpfer" aufsetzen und die Saiten absterben. Das klappt natürlich nicht mit MIDI, da gibt es nur an und aus. Ich hoffe, demnächst noch eine Aufnahme vom Orinalklang machen zu können, mir fehlt lediglich ein Adapter für die Aufnahme. |
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#7
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Zitat:
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#8
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Ich dachte eigentlich, dass MIDI nicht nur an und aus, sondern auch Zwischenwerte unterstützt. Wenn dein Digitalklavier Abstufungen kann, ist es schon eines von den besseren, um so besser.
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#9
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MIDI unterstützt natürlich Zwischenwerte, eben genau 128 unabhängig vom Controller. Beim Pedal funktioniert das also auch. Voraussetzung ist aber eben ein entsprechend gesampletes (<-schreibt man das so?, sieht saukomisch aus) Instrument. Bei "The GrandII" hört man sogar die Mechanik des Pedals.
128 klingt viel, ist es aber für das menschliche Ohr nicht. |
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#10
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Zitat:
In der Tat, der Event "Sustain" hat diese Abstufungen auch. Jetzt muß ich nur noch herausfinden, ob mein Digitalpiano die auch überträgt... Nein, da kommt immer "127" an. |
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