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Thema: Anordnung der Klaviertasten (schwarz/weiß)

  1. #21
    Benutzerbild von motz-art
    motz-art ist offline Neuer Benutzer blättert hier neugierig durch
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    Zitat Zitat von koelnklavier Beitrag anzeigen
    A propos schwarze und weiße Tasten:

    Hat einer von Euch eine plausible Erklärung, warum bei Cembali und Orgeln die Untertasten früher aus dunklem Holz gefertigt wurden und stattdessen die Obertasten mit Elfenbein oder Knochen belegt waren? Wurde Elfenbein in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts so preiswert (und Ebenholz so kostbar), daß es sich mit einem Male lohnte, die Untertasten mit Elfenbein zu belegen?

    Ich habe in der Klavierbau-Literatur darüber noch nichts Vernünftiges gelesen.
    Ich auch nicht. Eine mir bekannte Erklärung besagt, dass die Tastaturen eben aus eine Zeit stammen, in der es mit der Hygiene nicht so weit her war. Soll heißen, dass Cemablisten oder Organistenhände nicht immer so gewaschen waren wie das heute (meist) der Fall ist. Und da man halt die Untertasten häufiger braucht als Obertasten.....
    Gruss
    Geändert von motz-art (21.03.2008 um 09:18 Uhr)

  2. #22
    iofilter ist offline Neuer Benutzer blättert hier neugierig durch
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    Standard Tonleitern und Klaviatur

    Zitat Zitat von Gerd Beitrag anzeigen
    Da der Aufbau der Tonleiter aus Halb- und Ganztonschritten, daraus folgend auch aus zwei gleichen Tetrachorde besteht, und da die Tonleiter insgesamt zwölf gleiche Habtonschritte hat, könnten doch auch die Tasten (schwarz/weiß) abwechselnd angeordnet werden?
    Wenn die Tasten abwechselnd angeordnet sind, muß man genau hinhören, ob man gerade einen Halbtonschritt spielt oder einen Ganztonschritt, bzw. den wievielten Ton der betreffenden Tonart man gerade spielt.
    Der Anfang ist bei einer solchen Anordnung schwieriger als mit der C-Dur-Klaviatur.
    Danach nimmt man die Melodien aber bewußter wahr, kann sich das öde Transponieren sparen und sich stattdessen ganz auf das Wesen einer Melodie konzentrieren.
    Besonders sinnvoll ist die abwechselnde Anordnung jedoch für das Akkordeon, da dort dann auch die Melodie-Hand alle Tonarten gleich spielen kann, wie es die linke Hand schon immer tut und obendrein noch die Tonart-Führung durch die linke Hand gegeben ist.
    Ich habe ein Java-Programm geschrieben, mit dem jeder PC-Besitzer (Mac noch nicht) mit seiner PC-Tastatur diese Tasten-Anordnung kostenlos ausprobieren kann. Hier ist es zu finden: www.gerd-r-hamann.de
    Die Quintenzirkel-Anordnung der linken Akkordeon-Seite ist während der Aufklärung entstanden, das Klavier im Mittelalter.
    Mit der Ablösung der "Schifferklaviatur" hat man endlich ein komplett "aufgeklärtes" Akkordeon.
    Dieses ist wegen der klar eindimensionalen Melodieführung auch dem herkömmlichen C- oder B-Griff-Knopfakkordeon überlegen.
    Geändert von iofilter (05.09.2010 um 19:54 Uhr)

  3. #23
    iofilter ist offline Neuer Benutzer blättert hier neugierig durch
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    Standard Ein Schritt in Richtung Neu-Klaviatur

    Zitat Zitat von Roman aus Wien Beitrag anzeigen
    Die herkömmliche Klaviertastatur entspricht zwar optimal der Notenschrift (Notenschrift-Klaviatur) hat aber aufgrund ihrer C-Dur-Lastigkeit den großen Nachteil, dass die selben Akkorde in jeder Tonart anders gegriffen werden müssen.
    Um dieser alten Erkenntnis einen neuen Handlungs-Schritt in Richtung Instrumentenbau folgen zu lassen, hab ich ein Java-Programm geschrieben, mit dem jeder PC-Besitzer (mac noch nicht) seine PC-Tastatur zum Spielen auf der neuen Tasten-Anordnung benutzen kann.
    Man hält die Tastatur senkrecht und spielt linkerhand Begleit-Bass und Akkord auf den oberen 2-3 Tastenreihen wie auf einem Akkordeon und rechterhand auf den unteren 2 Reihen die Melodie in Janko-Anordnung.
    Man kann den Instrumentenklang wie bei einem Synthesizer wählen.
    Geändert von iofilter (05.09.2010 um 19:53 Uhr)

  4. #24
    iofilter ist offline Neuer Benutzer blättert hier neugierig durch
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    Standard Schwarz-Weiße Tasten -> 3-Farbige Tasten

    Zitat Zitat von .marcus. Beitrag anzeigen
    Ich kann mir ehrlich gesagt, keinen anderen Grund vorstellen. Es ist einfach nicht praktikabel die Tastatur ganz gleichmäßig mit abwehselnden schwarzen und weißen Tasten zu gestalten.
    Gibt es denn bei anderen Instrumenten Analogien dazu? Wäre mal interessant zu vergleichen

    marcus
    Ich habe die gleichmäßig 2-reihige Tastenanordnung in abwechselnd dreifarbiger Erscheinung realisiert.
    Dann kehrt jede Farbe immer nach einer kleinen Terz wieder.
    Nach gewisser Eingewöhnung merkt man dann schon, ob die Farbe, die man gerade auf der oberen Reihe spielt, zu einem C oder Fis gehört.
    Man kann spezielle Tasten auch mit fühlbaren Punkten versehen.
    Geändert von iofilter (05.09.2010 um 19:53 Uhr)

  5. #25
    iofilter ist offline Neuer Benutzer blättert hier neugierig durch
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    Zitat Zitat von Roman aus Wien Beitrag anzeigen
    Liszt prophezeite zwar, dass die Janko-Klaviatur innerhalb von 50 Jahren die herkömmliche Klaviatur ersetzen würde.
    Wegen der hohen Umstellungskosten und -hindernisse ... hat sich diese geniale Klaviatur jedoch leider nicht durchgesetzt ... herkömmliche Klaviatur ist ein weit verbreiterter Standard bei zahlreichen Tasteninstrumenten vom Akkordeon bis zur Orgel
    Hier habe ich noch einen Ansatz unternommen, diese 6+6-Neuklaviatur zumindest auf dem Akkordeon und dem Computer populaer zu machen: Hamann's Web-Notizen

  6. #26
    DominikB ist offline Neuer Benutzer blättert hier neugierig durch
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  7. #27
    iofilter ist offline Neuer Benutzer blättert hier neugierig durch
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    Zitat Zitat von DominikB Beitrag anzeigen
    Ist euch diese Seite bekannt?: Beyreuther Musikprinzip - Herzlich willkommen
    Ich glaube die wurde in diesem Thema noch nicht genannt

    MfG
    Auch auf Herrn Beyreuthers Website, den ich noch persönlich kennenlernen durfte, habe ich von meiner Website einen Link gesetzt.
    Aber folgendes lesenswerte Dokument von 1875 ist das älteste mir bekannte Dokument zum Thema:
    VL Library Item: lit38212, p0001

  8. #28
    Roman aus Wien ist offline Erfahrener Benutzer tastet sich heran
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    Also hat Heinrich Josef Vincent 8 Jahre vor Paul von Janko bereits 1/3 der Janko-Klaviatur erfunden. Oder besser gesagt: Paul von Janko hat 8 Jahre nach Vincent die Vincent-Klaviatur verdreifacht. Er machte aus den zwei Vincent-Tastenreihen sechs Janko-Tastenreihen.
    Danke iofilter! So hab' ich wieder was gelernt.

    Gruß aus Wien
    Roman
    Geändert von Roman aus Wien (24.11.2011 um 22:00 Uhr)

  9. #29
    baju ist offline Neuer Benutzer blättert hier neugierig durch
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    Standard Hexaphon

    Unterdessen sind neue Tastaturen dank der taktilen Bildschirme leichter herzustellen! Hexagone sind sehr beliebt, zum Beispiel beim Hexaphon, wo jede Nachbarzelle einen günstigen Akkord herstellt.

  10. #30
    wei
    wei ist offline Neuer Benutzer blättert hier neugierig durch
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    John Trotter hatte bereits 1811 ein Patent,

    und jetzt gibt es auch die

    Janko-Tastatur für iPad.
    Geändert von wei (26.03.2012 um 20:54 Uhr)

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