Wenn die Tasten abwechselnd angeordnet sind, muß man genau hinhören, ob man gerade einen Halbtonschritt spielt oder einen Ganztonschritt, bzw. den wievielten Ton der betreffenden Tonart man gerade spielt.
Der Anfang ist bei einer solchen Anordnung schwieriger als mit der C-Dur-Klaviatur.
Danach nimmt man die Melodien aber bewußter wahr, kann sich das öde Transponieren sparen und sich stattdessen ganz auf das Wesen einer Melodie konzentrieren.
Besonders sinnvoll ist die abwechselnde Anordnung jedoch für das Akkordeon, da dort dann auch die Melodie-Hand alle Tonarten gleich spielen kann, wie es die linke Hand schon immer tut und obendrein noch die Tonart-Führung durch die linke Hand gegeben ist.
Ich habe ein Java-Programm geschrieben, mit dem jeder PC-Besitzer (Mac noch nicht) mit seiner PC-Tastatur diese Tasten-Anordnung kostenlos ausprobieren kann. Hier ist es zu finden: www.gerd-r-hamann.de
Die Quintenzirkel-Anordnung der linken Akkordeon-Seite ist während der Aufklärung entstanden, das Klavier im Mittelalter.
Mit der Ablösung der "Schifferklaviatur" hat man endlich ein komplett "aufgeklärtes" Akkordeon.
Dieses ist wegen der klar eindimensionalen Melodieführung auch dem herkömmlichen C- oder B-Griff-Knopfakkordeon überlegen.


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