Vor gut einem Jahr hatte sich der ungarische Pianist in der Washington Post über die Zustände in seinem Heimatland beklagt und verhalten gefragt, “ob Ungarn, das damals die EU-Präsidentschaft innehatte, reif für diese Aufgabe sei”. Die nachfolgenden Anfeindungen bewegten ihn dazu, nicht mehr in Ungarn aufzutreten. Diesen Boykott hat Schiff nun bekräftigt. Gegenüber dem Berliner Tagesspiegel sagte der Pianist, er werde in Ungarn nach wie vor beschimpft und diskreditiert, was es ihm auch in Zukunft unmöglich mache, in Ungarn Konzerte zu geben.